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Er verkaufte Neonazi-Mode

Marian Kotleba hetzte gegen Roma und Juden. Jetzt sitzt er im slowakischen Parlament.

Marian Kotleba umgibt sich gern mit glatzköpfigen Begleitern, aber sein Charisma ist begrenzt. Für seinen Wahlerfolg reichte es, so zu tun, als habe er ein offenes Ohr für die kleinen Leute. Foto: Václav Šálek (Keystone)
Marian Kotleba umgibt sich gern mit glatzköpfigen Begleitern, aber sein Charisma ist begrenzt. Für seinen Wahlerfolg reichte es, so zu tun, als habe er ein offenes Ohr für die kleinen Leute. Foto: Václav Šálek (Keystone)

Am zweiten Tag nach den Parlamentswahlen holte der slowakische Staatspräsident Andrej Kiska die Parteiführer zu Sondierungsgesprächen zu sich: erst den ruppigen Sozialdemokraten Robert Fico, dessen Partei Smer verlor, aber deutlich vor allen anderen Parteien liegt. Dann den selbstbewussten Neoliberalen Richard Sulík, dann einen Populisten, einen Millionär, einen Nationalisten und den Vertreter der ungarischen Minderheit. Nur einer durfte den Präsidentenpalast nicht betreten. Präsident Kiska erwähnte nicht einmal seinen Namen, warnte nur vor «radikalem politischem Extremismus in Uniform».

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