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Was ist los in Italien?

Capalbio war immer eine Hochburg der Linken und der Betuchten. Warum hier nun Populisten gewinnen.

An der «Ultima Spiaggia» treffen sich im Sommer Politiker, Intellektuelle, Schriftsteller, Schauspieler, Stars und Sternchen. Foto: Frank Heuer (laif)
An der «Ultima Spiaggia» treffen sich im Sommer Politiker, Intellektuelle, Schriftsteller, Schauspieler, Stars und Sternchen. Foto: Frank Heuer (laif)

Auch Adalberto Sabbatini wählt jetzt rechts. Ausgerechnet Adalberto Sabbatini. «Komm mir nur nicht mit Ideologie!», sagt er und schüttelt theatralisch den Kopf. Gebräunter Teint, verwaschenes Polohemd, Shorts, Haare im Wind. «Werte? Die gibt dir vielleicht die Familie, aber doch nicht die Politik.»

Südliche Toskana, erste Junitage. Italien hat nun eine neue, populistische Regierung, von der die halbe Welt spricht, und hier, an der «Ultima Spiaggia» am Meer von Capalbio, ist es, als spülten die Gezeiten gerade alle lieben, ewig geglaubten Gewissheiten weg. Die meisten Sonnenschirme des Strandbads sind noch in Plastikhüllen gepackt, nur wenige Liegen sind besetzt, am Buffet im weissen Holzhaus mit den weissen Tischen gibt es aber alles: Panzanella, Insalata di mare, kalte Pasta mit frischem Basilikum, eingelegte Artischocken.

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