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Wende im Mordfall Pier Paolo Pasolini

Eine Ermittlung der sizilianischen Staatsanwaltschaft bringt neue Erkenntnisse ans Licht: Pasolini soll nicht von einem Stricherjungen, sondern von der Mafia beseitigt worden sein. Weil er zu viel wusste.

Ein Opfer der Mafia? Pier Paolo Pasolini in New York 1966.
Ein Opfer der Mafia? Pier Paolo Pasolini in New York 1966.
© Duilio Pallottelli/ L'Europeo
Pino, der Frosch, Pelosi: Der römische Stricherjunge wurde als Mörder Pasolinis verurteilt. 2005 widerlegte er seine ursprünglichen Aussagen.
Pino, der Frosch, Pelosi: Der römische Stricherjunge wurde als Mörder Pasolinis verurteilt. 2005 widerlegte er seine ursprünglichen Aussagen.
Keystone
Marcello Dell'Utri: Der Politiker mit Mafia-Kontakten. In den neuen Ermittlungen spielt er eine wichtige Rolle. Letzte Woche wurde er angehört.
Marcello Dell'Utri: Der Politiker mit Mafia-Kontakten. In den neuen Ermittlungen spielt er eine wichtige Rolle. Letzte Woche wurde er angehört.
Keystone
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Neue Erkenntnisse der sizilianischen Staatsanwaltschaft rücken den Mord am italienischen Regisseur Pier Paolo Pasolini in ein ganz anderes Licht: Nicht ein Stricherjunge soll für seinen Tod verantwortlich sein, sondern die Mafia.

Pasolini wurde in der Nacht auf den 2. November 1975 brutal zusammengeschlagen und anschliessend mehrfach mit seinem eigenen Wagen, einem Alfa Romeo 2000 GT Veloce, überfahren. Vier Jahre später wurde der römische Stricher Pino Pelosi, genannt «la rana» (der Frosch), wegen dieses Mordes zu rund neun Jahren Haft verurteilt. Obwohl die Gerichtsmediziner stets von mehreren Tätern ausgingen, wurde der zur Tatzeit noch minderjährige Pelosi zum Einzeltäter erklärt und der Fall abgeschlossen.

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