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Wer einen Wasseranschluss will, muss zahlen

Die ungarische Stadt Ozd öffnet die Brunnen für Roma wieder – aber nur rund die Hälfte und mit stark gedrosseltem Durchfluss. Auch die von der Schweiz finanzierten Leitungen werden die Roma-Häuser nicht erreichen.

Erst nach Protesten wurden rund die Hälfte der Brunnen für die Roma wieder geöffnet: Ein Roma-Mädchen füllt in einem Aussenbezirk von Ozd eine Plastikflasche mit Wasser auf. (7. August 2013)
Erst nach Protesten wurden rund die Hälfte der Brunnen für die Roma wieder geöffnet: Ein Roma-Mädchen füllt in einem Aussenbezirk von Ozd eine Plastikflasche mit Wasser auf. (7. August 2013)
Laszlo Balogh, Reuters
Bei Temperaturen bis zu 40 Grad ist Abkühlung nötig: Ein Mann wäscht sich in Ozd den Kopf. (7. August 2013)
Bei Temperaturen bis zu 40 Grad ist Abkühlung nötig: Ein Mann wäscht sich in Ozd den Kopf. (7. August 2013)
Laszlo Balogh, Reuters
Die Roma müssen das Wasser nach Hause tragen: Zwei Frauen mit Kesseln und Flaschen in Ozd. (6. August 2013)
Die Roma müssen das Wasser nach Hause tragen: Zwei Frauen mit Kesseln und Flaschen in Ozd. (6. August 2013)
Janos Vajda, Ex-Press
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Ferenc Bíró hat ein Fax von der Katastrophenbehörde bekommen: Die Hitzewarnung bleibt bestehen, auch in den nächsten Tagen sind in Ungarn Temperaturen bis zu 40 Grad zu erwarten. «Wir werden die Brunnen also offenhalten», sagt der Chef der Wasserwerke von Ozd: «Zumindest über das Wochenende. Danach muss der Bürgermeister entscheiden, ob sie wieder gesperrt werden.» Ozd liegt im Nordosten Ungarns, nahe der slowakischen Grenze. Die Industriestadt geriet in die Schlagzeilen, weil der Gemeinderat beschloss, öffentliche Brunnen stillzulegen oder zumindest die Wasser-Durchlaufmenge radikal zu drosseln (TA vom Mittwoch).

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