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«Als hätte man nur die Bombe verhaftet»

Erstmals erzählen die drei Söhne der ermordeten Journalistin vom Anschlag auf ihre Mutter – und vom Versagen des maltesischen Staates.

Oliver Zihlmann, Juliette Garside (The Guardian), Jules Giraudat, Jean-Baptiste Chastand

Matthew Caruana Galizia

32 Jahre alt

«Ich parkte das Auto, in dem meine Mutter starb, vor dem Haus der Familie. Das war am Abend vor ihrem Tod. Einer der Täter versteckte sich damals in einem Busch und zeichnete das Funksignal des Autoschlüssels auf. Damit konnte er den Wagen später unbemerkt aufschliessen. Das Unheimliche ist, dass er sich die ganze Zeit im Gebüsch vor dem Garten versteckte. Die Ermittler sahen das später an seinem Mobilfunksignal. Um zwei Uhr morgens bewegte er sich. Die Polizei nimmt an, dass er dann das Auto öffnete und die Bombe unter dem Sitz befestigte. Dann bewegte er sich bis 15.30 am nächsten Tag nicht mehr. Vor unserem Haus gibt es grosse Sträucher. Man kann sich gut verstecken. Offenbar war er die ganze Zeit da.

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