Zum Hauptinhalt springen

Westerwelle macht Platz für die Jungen

Guido Westerwelle verzichtet offiziell auf einen Platz im Koalitionsausschuss der FDP. Gleichzeitig sprach der deutsche Aussenminister betreffend Bin Ladens Tod eine Warnung aus.

Will dem Koalitionsausschuss nicht mehr angehören: Guido Westerwelle am Mittwoch in Berlin.
Will dem Koalitionsausschuss nicht mehr angehören: Guido Westerwelle am Mittwoch in Berlin.
Keystone

Der scheidende FDP-Chef Guido Westerwelle verzichtet auf einen Platz im Koalitionsausschuss der schwarz-gelben Bundesregierung. «Ich werde mich mit ganzer Kraft auf das Amt des Aussenministers konzentrieren. Dazu zählt auch, dass ich dem Koalitionsausschuss in Zukunft nicht mehr angehören werde», sagte Westerwelle der Tageszeitung «Die Welt». «Denn der ist ja eine Runde von Parteivertretern, nicht von Kabinettsmitgliedern.»

Westerwelles Ämter als FDP-Vorsitzender und Stellvertreter der Bundeskanzlerin übernimmt nach dem Parteitag im Mai Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler, der auch über ein neues FDP-Mitglied im Koalitionsausschuss entscheiden kann. Bislang sind dort neben dem Parteichef der Generalsekretär Christian Lindner und Parteivize Rainer Brüderle vertreten. Westerwelle hatte sich entschieden, auf dem Parteitag in Rostock nicht erneut als Vorsitzender zu kandidieren. Gegenüber dem Spiegel sagte der Aussenminister: «Eine ganze Anzahl von jungen Leuten steht bereit».

Westerwelle warnt vor «Heroisierung» der al-Qaida

Guido Westerwelle äusserte sich auch im Zusammenhang mit der Tötung von Bin Laden. Er warnte vor überzogenen Reaktionen des Westens: «Wir müssen aufpassen, dass wir mit unseren Reaktionen im Westen - bei allem Verständnis über die Erleichterung - nicht Bilder in die Welt senden, die wiederum nur zu einer Aufstachelung oder Heroisierung al-Qaidas beitragen», sagte Westerwelle der Zeitung «Die Welt».

Es gelte, religiöse Kulturen zu achten und den Islam zu respektieren. Der Aussenminister schlug vor, ein neues Kapitel zwischen dem Westen und der arabischen Welt aufzuschlagen, das auf Entspannung, Verständnis und Dialog ausgerichtet sei. Für die grosse Mehrheit der Jugend in arabischen Ländern sei der Terrorismus «von gestern». Der Westen müsse deshalb Länder wie Tunesien oder Ägypten nicht nur mit Worten und politischen Initiativen unterstützen, sondern für konkrete wirtschaftliche Verbesserungen sorgen und die Märkte in Europa für sie öffnen.

dapd/mrs

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch