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Westerwelles Nachfolger ist schon bestimmt

Die Führung der deutschen FDP will morgen über den neuen Parteichef entscheiden. Die Wahl wird höchstwahrscheinlich auf Gesundheitsminister Philipp Rösler fallen.

sda
Sichtlich bewegt: Der deutsche Aussenminister und FDP-Chef bei der Bekanntgabe, dass er im Mai nicht mehr für den Parteivorsitz kandidieren werde.
Sichtlich bewegt: Der deutsche Aussenminister und FDP-Chef bei der Bekanntgabe, dass er im Mai nicht mehr für den Parteivorsitz kandidieren werde.
Keystone

Die Berliner Zeitung «Der Tagesspiegel» berichtet, die Entscheidung zugunsten des 38-jährigen Rösler sei bereits gefallen. Dies wurde in Parteikreisen nicht bestätigt. Westerwelle will Aussenminister bleiben, kündigte am Montag aber an, auf das Amt des Vizekanzlers zu verzichten, wenn der neue FDP- Vorsitzende Regierungsmitglied ist.

Morgen kommen die Landeschefs der FDP mit dem Präsidium zusammen, um über den Vorsitz und das künftige Personal zu beraten. Danach tagen nach Informationen der Nachrichtenagentur Bundestagsfraktion und Bundesvorstand der Partei gemeinsam.

Zukunft von Brüderle unklar

Unklar ist, ob Rösler im Fall seiner Wahl zum FDP-Vorsitzenden ins Wirtschaftsministerium wechseln würde. Dann müsste Parteivize Rainer Brüderle weichen, der aber Minister bleiben will. Für Rösler könnte dann Staatssekretär Daniel Bahr an die Spitze des Gesundheitsministeriums rücken, der als nordrhein-westfälischer FDP- Vorsitzender einen starken Landesverband hinter sich hat.

Westerwelle hatte am Sonntagabend auf massiven internen Druck angekündigt, er werde auf dem Parteitag Mitte Mai in Rostock nicht mehr für das Amt kandidieren. Als weitere Konsequenz aus dem Verzicht auf den Parteivorsitz sagte Westerwelle, dass er auch nicht mehr als Spitzenkandidat für die FDP bei der nächsten Bundestagswahl zur Verfügung stehen werde.

Auch Lindner gehört zu den Favoriten

Neben Rösler wird auch der 32 Jahre alte FDP-Generalsekretär Christian Lindner als möglicher Kandidat für die Westerwelle-Nachfolge genannt.

Eine Übergangslösung an der FDP-Spitze mit der 59-Jährigen Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger gilt dagegen als unwahrscheinlich. Vor allem die jüngeren Vertreter im FDP-Vorstand dringen auf eine stärkere personelle und inhaltliche Neuaufstellung Partei nach Westerwelle.

(bru)

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