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Wettlauf der Flüchtlinge

Der Sudanese Abdul Haroun, der zu Fuss durch den Eurotunnel kam, erhält in Grossbritannien Asyl.

Er hatte mehr Glück als andere: Abdul Haroun verlässt das Gefängnis, nachdem er Asyl erhalten hat.
Er hatte mehr Glück als andere: Abdul Haroun verlässt das Gefängnis, nachdem er Asyl erhalten hat.
Reuters

Am Ende des Tunnels wartete die Polizei. Zwölf Stunden hatte Abdul Haroun, Flüchtling aus dem Sudan, bis nach England gebraucht. Als offenbar erster Einwanderer ging er zu Fuss durch den 50 Kilometer langen Eisenbahntunnel, der Frankreich und Grossbritannien verbindet.

Die Reise muss furchtbar gewesen sein. Im Tunnel herrscht fast vollständige Dunkelheit, an manchen Stellen sind die Züge mit 160 Stundenkilometern unterwegs. Die Briten griffen Haroun auf den Schienen auf, nicht im parallel verlaufenden Servicestollen. Das war im August. Haroun kam ins Gefängnis. Wegen «bösartiger Beschädigung» von Eisenbahnanlagen, welche ein Gesetz von 1861 mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft.

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