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Wie Facebook zum Handlanger des Kreml wurde

Auf Geheiss der russischen Regierung sperrte das soziale Netzwerk am Wochenende den Aufruf zu einer Kundgebung für den prominenten Kreml-Kritiker Alexei Nawalny. Jetzt rudert der Konzern zurück.

Anna Jikhareva
Protest gegen die als politisch eingestufte Verurteilung des Anti-Korruptionsaktivisten Alexei Nawalny: Polizisten umringen Demonstranten in Moskau. (30. Dezember 2014)
Protest gegen die als politisch eingestufte Verurteilung des Anti-Korruptionsaktivisten Alexei Nawalny: Polizisten umringen Demonstranten in Moskau. (30. Dezember 2014)
Alexander Nemenov, AFP
Des Betrugs für schuldig befunden: Alexei Nawalny nach der Urteilsverkündung vor dem Gericht in Moskau. (30. Dezember 2014)
Des Betrugs für schuldig befunden: Alexei Nawalny nach der Urteilsverkündung vor dem Gericht in Moskau. (30. Dezember 2014)
Keystone
Standen gemeinsam vor Gericht: Alexei Nawalny (links) und sein Bruder Oleg. (30. November 2014)
Standen gemeinsam vor Gericht: Alexei Nawalny (links) und sein Bruder Oleg. (30. November 2014)
Twitter/????? ???????
Das Urteil für Alexei lautet dreieinhalb Jahre auf Bewährung, Oleg muss drei Jahre ins Gefängnis – der Kreml-Kritiker im Gerichtssaal. (19. Dezember 2014)
Das Urteil für Alexei lautet dreieinhalb Jahre auf Bewährung, Oleg muss drei Jahre ins Gefängnis – der Kreml-Kritiker im Gerichtssaal. (19. Dezember 2014)
AP Photo
Nawalny weist die Betrugsvorwürfe als politisch motiviert zurück. (19. Dezember 2014)
Nawalny weist die Betrugsvorwürfe als politisch motiviert zurück. (19. Dezember 2014)
AP Photo
«Das Urteil gegen Alexei Nawalny» besprechen: Ein Aufruf von Anhängern Nawalnys zu einer Kundgebung wurde zuvor von Facebook gelöscht.
«Das Urteil gegen Alexei Nawalny» besprechen: Ein Aufruf von Anhängern Nawalnys zu einer Kundgebung wurde zuvor von Facebook gelöscht.
Screenshot Facebook
Tausende protestieren gegen Wahlfälschungen bei der Moskauer Bürgermeisterwahl 2013. Nawalny hatte sich damals zur Wahl gestellt und knapp 30 Prozent der Stimmen erhalten. (9. September 2013)
Tausende protestieren gegen Wahlfälschungen bei der Moskauer Bürgermeisterwahl 2013. Nawalny hatte sich damals zur Wahl gestellt und knapp 30 Prozent der Stimmen erhalten. (9. September 2013)
Reuters
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«Das freie Internet in Russland ist tot» – das sagte der bekannte russische Journalist Andrei Soldatow bereits im Frühjahr. Damals trat ein Gesetz in Kraft, laut dem Webseiten, die zu Unruhen aufrufen, umgehend gesperrt werden können. Auch müssen sich seitdem Blogger und Twitter-Nutzer mit mehr als 3000 Followern von den Behörden registrieren lassen. Die Massnahmen sind Teil einer Kreml-Kampagne, die das Internet unter Kontrolle zu bringen versucht. Wie sehr man sich dort vor dem Netz fürchtet und was das für Facebook und Co. bedeutet, illustriert ein aktueller Fall.

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