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«Wir dürfen das Spiel der Extremen nicht mitspielen»

Das nahende Ende des IS in Syrien und im Irak erhöhe die Terrorgefahr in Europa, sagt Experte Peter Neumann. Und er erklärt die Folgen der Trump-Wahl für die Sicherheitslage.

In Frankreich herrscht weiterhin der Ausnahmezustand: Soldaten vor dem Eiffelturm in Paris.
In Frankreich herrscht weiterhin der Ausnahmezustand: Soldaten vor dem Eiffelturm in Paris.
Keystone

Sie haben schon vor zwei Jahren vor einer Terrorwelle in Europa gewarnt. Und Sie haben leider recht behalten, wie die jihadistischen Anschläge in Frankreich, Belgien und Deutschland zeigen. Wie beurteilen Sie die aktuelle Terrorgefahr?

Historisch gesehen haben wir es beim Terrorismus mit einem Phänomen zu tun, das 20 bis 30 Jahre andauern kann. Ein Beispiel dafür ist der Terror der Rote-Armee-Fraktion (RAF) in Deutschland. Beim islamistischen Terror in Europa verhält es sich nicht anders. In nächster Zeit müssen wir mit einer zunehmenden Terrorgefahr rechnen. Das hat ironischerweise mit dem nahenden Ende des Islamischen Staates (IS) im Irak und in Syrien zu tun. Wenn der IS seine Hochburgen in Mosul und Raqqa verliert, wird das Kalifat zusammenbrechen. Dann werden zahlreiche europäische IS-Kämpfer in ihre Heimat zurückkehren. Nicht alle werden weiterhin vom Jihadismus überzeugt sein. Ein Teil dieser Kämpfer könnte aber zu Terroristen werden.

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