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«Wir dürfen nicht paranoid werden»

Laut Kriminalpsychologe Jens Hoffmann ändert sich die Bedrohungslage. Er sieht darin eine Strategie des IS.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Taten in Nizza und Würzburg?

Der Angriff in Würzburg war vermutlich eine Nachahmung desjenigen von Nizza. Durch die Medienberichterstattung übt jede Tat eine Attraktivität auf Menschen aus, die für solches Handeln emp­fänglich sind. Der Nizza-Täter war plötzlich weltbekannt, der IS feierte ihn als seinen Soldaten. Das sind attraktive Aussichten für Nachahmer. Da spielen wir als Gesellschaft dem IS in die Hände, ­indem wir solche Nachahmungen durch unsere öffentliche Beileidsbekundung und ­Empörung ankurbeln. Ausserdem beobachten wir, dass Nachahmungen geografisch in einem näheren Umkreis passieren.

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