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«Wir waren wie eine Terrorgruppe»

Im Nordirland-Konflikt operierten die Briten mit geheimen Killer-Kommandos. Sie töteten katholische Zivilisten und unbewaffnete Republikaner, wie britische Ex-Soldaten nun gestehen.

Schon Anfang der Siebzigerjahre liess die britische Armee offenbar durch Todesschwadronen unbewaffnete irische Republikaner, aber auch gänzlich unbeteiligte Katholiken, auf Nordirlands Strassen erschiessen – lang bevor der Vorwurf gegen London erhoben wurde, eine «Shoot to kill»-Politik, eine Politik des gezielten Todesschusses, gegen irische Bürger zu verfolgen.

Von entsprechenden Aktivitäten haben jetzt Angehörige dieser Schwadronen im britischen Fernsehen berichtet. In einem Programm des Politmagazins «Panorama», das die BBC am Donnerstagabend ausstrahlte, äusserten sich mehrere Ex-Soldaten erstmals über ihre Beteiligung an solchen Morden. Sie beschrieben, wie sie ihren Opfern damals auflauerten und sie kaltblütig «ausschalteten». Gerichtet gewesen seien die Aktionen gegen bewaffnete oder der Armee als Killer bekannte Republikaner. «Gelegentlich» seien aber auch Personen getötet worden, von denen man nicht wusste, ob sie bewaffnet waren.

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