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«Ziel ist eine Gesellschaft ohne Prostitution»

Frankreichs Frauenministerin Najat Vallaud-Belkacem ist eine Politikerin mit grossen Ideen. Im Exklusiv-Interview sagt sie, weshalb sie Twitter strenger kontrollieren will und wie das Sex-Business eingedämmt werden muss.

Corina Friedli
«Meine Überzeugungen sind stark – und ich stehe auch dazu»: Najat Vallaud-Belkacem setzte sich kürzlich für eine stärkere Kontrolle im Internet ein.
«Meine Überzeugungen sind stark – und ich stehe auch dazu»: Najat Vallaud-Belkacem setzte sich kürzlich für eine stärkere Kontrolle im Internet ein.
AFP
«Erste wirklich gemischte Regierung»: François Hollande mit seinen Ministern im Mai 2012 vor dem Pariser Elysée-Palast.
«Erste wirklich gemischte Regierung»: François Hollande mit seinen Ministern im Mai 2012 vor dem Pariser Elysée-Palast.
AFP
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Frau Vallaud-Belkacem, Sie machen sich für eine stärkere Kontrolle der sozialen Netzwerke stark, diskriminierende und sexistische Hashtags sollen verboten werden. Man wirft Ihnen vor, das Internet zensieren zu wollen. Denken Sie nicht, dass diese Art von Kontrolle zu weit geht?

Ich nutze die sozialen Netzwerke selber ausgiebig und halte sie für ein einzigartiges Kommunikationsmittel. Bei allem Respekt für die freie Meinungsäusserung: Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Die Verwendung von bestimmten rassistischen, homophoben oder antisemitischen Hashtags hat in der letzten Zeit zu einer seltenen Welle verbaler Gewalt geführt. Handlungen oder Äusserungen dieser Art sind rechtswidrig – und die Tatsache, dass sie übers Internet erfolgen, macht deren Urheber nicht weniger strafbar.

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