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Gastarbeiter der Revolution

Die Ukraine gilt als das korrupteste Land Europas. Präsident Poroschenko setzt deshalb auf Dutzende Ausländer in hohen Regierungsämtern, um die Strukturen aufzubrechen.

Der Aufbruch: Demonstrierende auf dem Maidan-Platz in Kiew, 8. Dezember 2013. Foto: Gieb Garanich (Reuters).
Der Aufbruch: Demonstrierende auf dem Maidan-Platz in Kiew, 8. Dezember 2013. Foto: Gieb Garanich (Reuters).

Mit dem Sieg der Maidan-Revolution sollte alles anders werden in der Ukraine. Präsidenten Wiktor Janukowitsch wurde im Februar 2014 mitsamt seiner alten Politgarde von den Massendemonstrationen und den Strassenkämpfen weggefegt. Die Posten der Übergangsregierung wurden nach der Revolution an die Mitstreiter des Maidan vergeben. Doch die Aktivisten hatten keinerlei politische Erfahrung und gaben schnell auf, frustriert darüber, dass sie gegen die alten Strukturen nicht ankamen. Auf der Gouverneursebene versuchte man es mit loyalen und lokalen Oligarchen, die sich nun um das Allgemeinwohl statt um ihren Profit kümmern sollten. Doch auch das funktionierte nicht. Durch das sogenannte Lustrationsgesetz wurden zudem die Jobs von bis zu einer Million Beamten infrage gestellt: Dieses untersagt allen, die dem alten Regime gedient haben, einen Job in der jetzigen Ukraine anzunehmen.

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