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Geblieben sind nur schwarze Plastiksäcke

Von der Taifun-Katastrophe auf den Philippinen sind fast 10 Millionen Menschen betroffen. Ein Bericht aus dem Epizentrum der Krise.

Arne Perras, Tacloban
In gefährdeten Küstengebieten soll nun nicht mehr gebaut werden dürfen: Zerstörtes Quartier in Tacloban. (22. November 2013)
In gefährdeten Küstengebieten soll nun nicht mehr gebaut werden dürfen: Zerstörtes Quartier in Tacloban. (22. November 2013)
Keystone
Schweizer Kinder unterstützen die Opfer des Taifuns: Philippinische Kinder stehen neben einer zerstörten Schule in der Provinz Samar. (18. November 2013)
Schweizer Kinder unterstützen die Opfer des Taifuns: Philippinische Kinder stehen neben einer zerstörten Schule in der Provinz Samar. (18. November 2013)
AFP
Wird die Essensverteilung überwachen: Präsident Benigno Aquino zu Besuch im Katastrophengebiet. (17. November 2013)
Wird die Essensverteilung überwachen: Präsident Benigno Aquino zu Besuch im Katastrophengebiet. (17. November 2013)
AFP
Die Regierung will schnell eine neue Siedlung für die Betroffenen errichten: Ein Mann flickt sein Zuhause südlich von Tacloban. (16. November 2013)
Die Regierung will schnell eine neue Siedlung für die Betroffenen errichten: Ein Mann flickt sein Zuhause südlich von Tacloban. (16. November 2013)
Reuters
Die philippinische Regierung will die Verteilung der Hilfsgüter beschleunigen: US-Marines bereiten in Manila eine Ladung von Desinfektionsmitteln vor. (16. November 2013)
Die philippinische Regierung will die Verteilung der Hilfsgüter beschleunigen: US-Marines bereiten in Manila eine Ladung von Desinfektionsmitteln vor. (16. November 2013)
AFP
Viele mögen nicht darauf warten, dass sich die Lage vor Ort bessert: Überlebende lassen sich in einer neuseeländischen Militärmaschine aus Tacloban ausfliegen. (16. November 2013)
Viele mögen nicht darauf warten, dass sich die Lage vor Ort bessert: Überlebende lassen sich in einer neuseeländischen Militärmaschine aus Tacloban ausfliegen. (16. November 2013)
AFP
Es mangelt an allem: Ein Junge geht an einem geschlossenen Laden in Tacloban vorbei.
Es mangelt an allem: Ein Junge geht an einem geschlossenen Laden in Tacloban vorbei.
Keystone
Die Bergungsarbeiten sind eine Woche nach der Zerstörung durch Taifun Haiyan noch im Gang: Überlebende tragen eine Leiche in Tacloban. (9. November 2013)
Die Bergungsarbeiten sind eine Woche nach der Zerstörung durch Taifun Haiyan noch im Gang: Überlebende tragen eine Leiche in Tacloban. (9. November 2013)
Romeo Ranoco, Reuters
In Trauer: Ein Filipino trauert um Mutter und Schwester, die beim Taifun ums Leben kamen. (15. November 2013)
In Trauer: Ein Filipino trauert um Mutter und Schwester, die beim Taifun ums Leben kamen. (15. November 2013)
Reuters
Das erste Massengrab: Zwei junge Männer legen Leichen in schwarzen Säcken in das Grab bei Tacloban. (14. November 2013)
Das erste Massengrab: Zwei junge Männer legen Leichen in schwarzen Säcken in das Grab bei Tacloban. (14. November 2013)
Keystone
Kein persönliches Begräbnis: Feuerwehrmänner bringen Leichensäcke zu einem Massengrab in Tacloban. (14. November 2013)
Kein persönliches Begräbnis: Feuerwehrmänner bringen Leichensäcke zu einem Massengrab in Tacloban. (14. November 2013)
AP Photo/Aaron Favila
Haben ihre Arbeit aufgenommen: SKH-Mitglied Guillaume Roux-Fouillet bei der Übergabe von Lebensmitteln an die Behörden in Daanbantayan. (13. November 2013)
Haben ihre Arbeit aufgenommen: SKH-Mitglied Guillaume Roux-Fouillet bei der Übergabe von Lebensmitteln an die Behörden in Daanbantayan. (13. November 2013)
Keystone
Das abgestandene und verschmutzte Wasser sorgt für üble Gerüche: Zwei Frauen schützen Mund und Nase. (13. November 2013)
Das abgestandene und verschmutzte Wasser sorgt für üble Gerüche: Zwei Frauen schützen Mund und Nase. (13. November 2013)
Reuters
Hoffen auf Hilfe: Eine Familie in Tacloban sucht unter einem umgestürzten Baum Schutz. (13. November 2013)
Hoffen auf Hilfe: Eine Familie in Tacloban sucht unter einem umgestürzten Baum Schutz. (13. November 2013)
AP Photo/Bullit Marquez
Hoffen, einen Platz in einem Rettungsflugzeug zu ergattern: Menschen in Tacloban stehen vor dem Flughafen Schlange. (13. November 2013)
Hoffen, einen Platz in einem Rettungsflugzeug zu ergattern: Menschen in Tacloban stehen vor dem Flughafen Schlange. (13. November 2013)
AP Photo/Bullit Marquez
Viele der zerstörten Gebiete sind noch unzugänglich: Luftaufnahme von Guiuan. (12. November 2013)
Viele der zerstörten Gebiete sind noch unzugänglich: Luftaufnahme von Guiuan. (12. November 2013)
Keystone
Verzweifelt: Überlebende stürmen den Flughafen von Tacloban, um einen Platz in einem der Hilfsflugzeuge zu bekommen. (12. November 2013)
Verzweifelt: Überlebende stürmen den Flughafen von Tacloban, um einen Platz in einem der Hilfsflugzeuge zu bekommen. (12. November 2013)
AP Photo/Bullit Marquez
Schnelle Hilfe: Ein Mitarbeiter des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) rüstet und verlädt in Bern Hilfsgüter für die Opfer. (11. November 2013)
Schnelle Hilfe: Ein Mitarbeiter des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) rüstet und verlädt in Bern Hilfsgüter für die Opfer. (11. November 2013)
Lukas Lehmann, Keystone
Tonnenweise Schwemmholz brachte der Taifun an Land: Kind in Tacloban. (11. November 2013)
Tonnenweise Schwemmholz brachte der Taifun an Land: Kind in Tacloban. (11. November 2013)
Reuters
Sie können fast überall starten und landen: Senkrechtstarter vom Typ MV-22 Ospreys in Manila. (11. November 2013)
Sie können fast überall starten und landen: Senkrechtstarter vom Typ MV-22 Ospreys in Manila. (11. November 2013)
Keystone
Knappes Trinkwasser: Ein Mann trägt einen Kanister durch die überfluteten Strassen von Tablocan. (11. November 2013)
Knappes Trinkwasser: Ein Mann trägt einen Kanister durch die überfluteten Strassen von Tablocan. (11. November 2013)
Edgar Su, Reuters
Überlebt: Die neugeborene Bea Joy wird gehalten, während ihre Mutter Emily Ortega erschöpft in der improvisierten Klinik am Flughafen von der schwer betroffenen Stadt Tacloban liegt. (11. November 2013)
Überlebt: Die neugeborene Bea Joy wird gehalten, während ihre Mutter Emily Ortega erschöpft in der improvisierten Klinik am Flughafen von der schwer betroffenen Stadt Tacloban liegt. (11. November 2013)
Bullit Marquez, Keystone
Hilfe aus der Luft: Eine C-130-Frachtmaschine landet mit Hilfsgütern in Tacloban. (11. November 2013)
Hilfe aus der Luft: Eine C-130-Frachtmaschine landet mit Hilfsgütern in Tacloban. (11. November 2013)
Francis R. Malasig, Keystone
Brauchen dringend Nahrung: Ein Mann malt in Tacloban seinen Hilferuf auf ein Basketballfeld. (11. November 2013)
Brauchen dringend Nahrung: Ein Mann malt in Tacloban seinen Hilferuf auf ein Basketballfeld. (11. November 2013)
Noel Celis, AFP
Der Sturm erreicht Vietnam: Ein Touristenboot sinkt in der Halong-Bucht. (11. November 2013)
Der Sturm erreicht Vietnam: Ein Touristenboot sinkt in der Halong-Bucht. (11. November 2013)
Hau Dinh, Keystone
Tropensturm: Obschon der Taifun Haiyan an Kraft verloren hat, richtet er auch in Vietnam, wie hier in der Quang-Ninh-Provinz, grossen Schaden an. (11. November 2013)
Tropensturm: Obschon der Taifun Haiyan an Kraft verloren hat, richtet er auch in Vietnam, wie hier in der Quang-Ninh-Provinz, grossen Schaden an. (11. November 2013)
Reuters
Die internationale Hilfe rollt an: Auf dem Stützpunkt Futenma stationierte US-Soldaten machen sich auf den Weg ins Krisengebiet. (11. November 2013)
Die internationale Hilfe rollt an: Auf dem Stützpunkt Futenma stationierte US-Soldaten machen sich auf den Weg ins Krisengebiet. (11. November 2013)
Reuters
Wegen ihm wurden schon Hunderttausende Menschen evakuiert: Der Taifun Haiyan, von der Nasa fotografiert.
Wegen ihm wurden schon Hunderttausende Menschen evakuiert: Der Taifun Haiyan, von der Nasa fotografiert.
Reuters
Mindestens 10'000 Einwohner der Stadt Tacloban starben durch den Taifun: Leere, zerstörte Särge am Strassenrand. (10. November 2013)
Mindestens 10'000 Einwohner der Stadt Tacloban starben durch den Taifun: Leere, zerstörte Särge am Strassenrand. (10. November 2013)
Reuters
Ein wenig einladendes Bild: Das Willkommensschild vor dem Stadteingang von Tacloban. (10. November 2013)
Ein wenig einladendes Bild: Das Willkommensschild vor dem Stadteingang von Tacloban. (10. November 2013)
AP Photo/Aaron Favila
Plündern Geschäfte: Überlebende in Tacloban. (10. November 2013)
Plündern Geschäfte: Überlebende in Tacloban. (10. November 2013)
Reuters/Romeo Ranoco
Viele suchen Halt im Glauben: Betende Philippiner in Tacloban. (10. November 2013)
Viele suchen Halt im Glauben: Betende Philippiner in Tacloban. (10. November 2013)
Reuters/Romeo Ranoco
Blick zu den Ruinen seines Zuhauses: Ein kleiner Junge in Tacloban. (10. November 2013)
Blick zu den Ruinen seines Zuhauses: Ein kleiner Junge in Tacloban. (10. November 2013)
Reuters/Erik De Castro
Ganze Dörfer wurden überschwemmt: Ein Schiff mitten in Trümmern von Häusern. (10. November 2013)
Ganze Dörfer wurden überschwemmt: Ein Schiff mitten in Trümmern von Häusern. (10. November 2013)
AP Photo/Aaron Favila
Auch Vietnam macht sich auf den Taifun gefasst: Ein Vertreter des Roten Kreuzes ruft Einwohner der Stadt Da Nang zum Verlassen ihrer Häuser auf. (9. November 2013)
Auch Vietnam macht sich auf den Taifun gefasst: Ein Vertreter des Roten Kreuzes ruft Einwohner der Stadt Da Nang zum Verlassen ihrer Häuser auf. (9. November 2013)
AFP
Unglaubliche Zerstörungskraft: Zum Wind hinzu kamen Regen und hohe Wellen. (9. November 2013)
Unglaubliche Zerstörungskraft: Zum Wind hinzu kamen Regen und hohe Wellen. (9. November 2013)
AFP
Herausgerissen: Der Sturm entwurzelte Palmen und riss Telefonmasten um. (9. November 2013)
Herausgerissen: Der Sturm entwurzelte Palmen und riss Telefonmasten um. (9. November 2013)
Reuters
Nicht zugänglich: Viele betroffene Gebiete sind nach dem Sturm für Helfer nur aus der Luft erreichbar. (9. November 2013)
Nicht zugänglich: Viele betroffene Gebiete sind nach dem Sturm für Helfer nur aus der Luft erreichbar. (9. November 2013)
Reuters
Aus der Luft: Grosse Verwüstung auch am Strand. (9. November 2013)
Aus der Luft: Grosse Verwüstung auch am Strand. (9. November 2013)
AFP
Zerstört: Das Gelände des Flughafens von Tacloban ist nach dem Sturm mit Trümmern übersät. (9. November 2013)
Zerstört: Das Gelände des Flughafens von Tacloban ist nach dem Sturm mit Trümmern übersät. (9. November 2013)
AP Photo
Auf der Flucht: Insgesamt sind nach Angaben der Behörden 4 Millionen Menschen von den Auswirkungen des Taifuns betroffen. (9. November 2013)
Auf der Flucht: Insgesamt sind nach Angaben der Behörden 4 Millionen Menschen von den Auswirkungen des Taifuns betroffen. (9. November 2013)
AP Photo
Im Auge des Sturms: Satellitenradaraufnahme von Taifun Haiyan beim Überqueren der Philippinen. Übermittelt vom US-amerikanischen Wetterdienst NOAA um 6.30 Uhr MEZ. (9. November 2013)
Im Auge des Sturms: Satellitenradaraufnahme von Taifun Haiyan beim Überqueren der Philippinen. Übermittelt vom US-amerikanischen Wetterdienst NOAA um 6.30 Uhr MEZ. (9. November 2013)
Keystone
Hatte gegen die Fluten keine Chance: In Legazpi haben die Wellen Teile eines Hauses zerstört. (9. November 2013)
Hatte gegen die Fluten keine Chance: In Legazpi haben die Wellen Teile eines Hauses zerstört. (9. November 2013)
Keystone
Nothilfe: Die verpackten Reissäcke werden in die verwüsteten Ortschaften verschifft. (9. November 2013)
Nothilfe: Die verpackten Reissäcke werden in die verwüsteten Ortschaften verschifft. (9. November 2013)
Romeo Ranoco, Reuters
Haiyan trifft auf Land: Frauen und Kinder werden zu Tausenden evakuiert. (9. November 2013)
Haiyan trifft auf Land: Frauen und Kinder werden zu Tausenden evakuiert. (9. November 2013)
Nelson Salting, Keystone
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Im Kirchhof spielen die Kinder. Sie sitzen am Boden und werfen Münzen. Manchmal springen sie auf und hüpfen kichernd im Kreis. Sie sind jetzt ganz in ihr Spiel vertieft und bemerken nicht, was um sie herum geschieht. Nur so können sie dieser Welt für einen Moment entfliehen. Draussen vor dem Tor, nur wenige Meter entfernt, liegen fünf schwarze Säcke in der Sonne, aufgereiht am Strassenrand. Es ist Donnerstagmorgen, Tag sechs nach dem grossen Sturm. Die Toten von Tacloban sind noch nicht alle begraben. Man sieht es, und man riecht es. Wer überlebt hat, bindet sich ein Tuch vor Mund und Nase.

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