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Ötzi und die bizarrste Grenzlinie des Ersten Weltkriegs

Auf dem Brenner mussten sich Nachbarn einst umbringen. Doch die Populisten der Abschottung scheinen das vergessen zu haben. Die Reportage.

«Ja zu Europa, Nein zu Grenzen»: Demonstranten sprayten beim Brenner eine Botschaft auf die Strasse, nachdem die österreichische Regierung die Wiedereinführung der Grenzkontrolle in Betracht gezogen hatte. (24. April 2016)
«Ja zu Europa, Nein zu Grenzen»: Demonstranten sprayten beim Brenner eine Botschaft auf die Strasse, nachdem die österreichische Regierung die Wiedereinführung der Grenzkontrolle in Betracht gezogen hatte. (24. April 2016)
Jan Hetfleisch, Keystone

Man muss es gar nicht bemerken, wenn man von Österreich nach Italien reist. Vor Winnebach verwittern ein paar Häuser, davor ragt ein kleiner Grenzstein aus der Erde, in den «Österreich» gemeisselt wurde, neben einem Schild, auf dem «Italia» steht, umkränzt von Europa-Sternen. Das alte Grenzhaus ist eine Ruine, Alpini kontrollieren stichprobenhaft Autos. Die italienischen Gebirgsjäger erkennt man an der langen Feder am Hut, mit der sich einer der Alpini nun ans Seitenfenster beugt. Die Kontrolle gehört wohl zur Matteo-Salvini-Show.

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