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Herkunft der toten Flüchtlinge in LKW ist geklärt

Die vor einer Woche gefundenen toten Flüchtlinge in Österreich stammten aus Syrien, Afghanistan und dem Irak. Erste Autopsie-Ergebnisse haben ergeben, dass die Migranten erstickt sind.

Mehrere Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft: Die österreichische Polizei informiert an einer Konferenz über die Herkunft der toten Flüchtlinge.
Mehrere Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft: Die österreichische Polizei informiert an einer Konferenz über die Herkunft der toten Flüchtlinge.
Robert Jäger, Keystone

Die vor gut einer Woche in Österreich in einem LKW entdeckten 71 toten Flüchtlinge stammen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan. Das teilte die österreichische Polizei am Freitag mit. Sie seien wahrscheinlich erstickt. Es werde allerdings Wochen dauern, das zweifelsfrei festzustellen. Bislang seien die Opfer noch nicht identifiziert. In einem ähnlichen Fall hätten es 81 Flüchtlinge fertiggebracht, einen LKW von innen mit einer Brechstange aufzubrechen, um frische Luft zu bekommen.

Die Polizei hatte am 27. August in einem an einer österreichischen Autobahn abgestellten Lastwagen die stark verwesten Leichen entdeckt. Im benachbarten Ungarn waren daraufhin mehrere Verdächtige in Untersuchungshaft genommen worden.

Tod ist wahrscheinlich nach kurzer Zeit eingetreten

In dem Fall ist die zentralungarische Stadt Kecskemet zuständig, weil der LKW von dort losfuhr, um die Flüchtlinge nahe der Grenze zu Serbien einzusammeln. Die 71 toten Flüchtlinge sind vermutlich in sehr kurzer Zeit erstickt. Angesichts der vielen Menschen und der wenigen verfügbaren Luft sei der Tod «aller Wahrscheinlichkeit nach in sehr kurzer Zeit» eingetreten, sagte Polizeisprecher Hans-Peter Doskozil am Freitag in Wien vor Journalisten. Das hätten vorläufige Ergebnisse der Autopsie ergeben.

Der Kühllastwagen mit den 71 Leichen war am vorvergangenen Donnerstag an einer Autobahn hinter der serbischen Grenze entdeckt worden. Der Fahrer hatte den LKW abgestellt und war geflüchtet. Inzwischen wurden wegen der Tragödie sieben Menschen festgenommen. Es wird vermutet, dass sie einem internationalen Schleusernetzwerk angehören, das für viel Geld Flüchtlinge in die EU bringt.

SDA/nab

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