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Honeymoon im Kalifat

Finanziert mit Öleinnahmen baut die Miliz Islamischer Staat in von ihr kontrollierten Gebieten im Irak und in Syrien ein krudes Gemeinwesen auf.

«Führer der Gläubigen»: IS-Chef Abu Bakr al-Baghdadi. Foto: Keystone
«Führer der Gläubigen»: IS-Chef Abu Bakr al-Baghdadi. Foto: Keystone

Es ist ein Angebot für frisch verheiratete Muslime mit einem Hang zur Militanz: eine Honeymoon-Tour von Rakka in ­Syrien nach Anbar im Irak, in einem Reisebus, in dem auch verheiratete Männer von ihren Ehefrauen getrennt sitzen, in dem islamische Kampflieder gespielt werden und an dem die schwarze Kalifats-Flagge die Karosserie schmückt. Nein, es ist keine Satire, es ist der Islamische Staat (IS). Die Busse, die seit ­Wochen in den von der Islamistenmiliz kontrollierten Gebieten unterwegs sind, befördern vor allem ausländische Jihadisten. Die meisten wollen offenbar mehr sehen vom Kalifatstaat als nur die Ruinen, in denen sie sich während der Kämpfe gegen die irakische Armee, die syrischen Streitkräfte oder irgendwelche eigentlich mit ihnen verbündeten ­Islamisten in Syrien verschanzt halten.

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