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Der Koffer der Apokalypse

Mit Trump kommt auch der «Atomkoffer» in die Schweiz. Was es mit dem mysteriösen Ding auf sich hat.

Sein Aussehen erinnert an die Tasche eines uncoolen Lehrers, doch sein Inhalt könnte die Apokalypse auslösen: Ein Lederkoffer, von einem Adjutanten getragen, begleitet den US-Präsidenten Donald Trump auf Schritt und Tritt. «Vergessen Sie Nähe zwischen dem Präsidenten und seiner Frau – echte Nähe gibt es zwischen dem Präsidenten und demjenigen, der den Nuclear Football trägt», sagte der US-Historiker Alan Lichtman einst. Nuclear Football: So lautet der Spitzname des Atomkoffers, weil er es ermöglicht, unmittelbar auf einen drohenden nuklearen Angriff zu reagieren. Dass der Präsident dabei nur auf einen «roten Knopf» drücken muss, gehört aber ins Reich der Legenden. Der Koffer, innen Metall, aussen Leder, stellt im Ernstfall die Kommunikation mit der Militärführung im Verteidigungsministerium sicher und bestätigt die Identität des mächtigsten Mannes der Welt. Damit das Ganze funktioniert, trägt der Präsident die Codes zur Identifizierung auf einer Plastikkarte bei sich – im Volksmund «biscuit» genannt, «Biskuit». Der genaue weitere Inhalt des Koffers unterliegt der Geheimhaltung. Gemunkelt wird, dass er auch ein sogenanntes Blackbook beinhaltet, in dem mögliche Ziele aufgelistet sind, für den Fall, dass die USA auf einen Atomangriff reagieren müssten. Auch eine Liste von sicheren Bunkern, zu denen der Präsident gebracht werden kann, soll im Koffer stecken. Die Entstehung des Koffers datiert von 1962, als die Kubakrise die Welt in Atem hielt. Das erste bekannte Foto entstand am 10. Mai 1963 auf dem Anwesen von US-Präsident John F. Kennedy.

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