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Merkels nächste kleine Revolution

Deutschland braucht ein Gesetz, das nicht nur Flüchtlingen, sondern auch qualifizierten Arbeitskräften die Tür öffnet.

MeinungVon Dominique Eigenmann, Berlin
Die Zelte bieten Platz für rund 800 vorwiegend syrische Flüchtlinge: Temporäres Aufnahmelag  er des Deutschen Roten Kreuzes in Dresden. Foto: Sean Gallup (Getty Images)
Die Zelte bieten Platz für rund 800 vorwiegend syrische Flüchtlinge: Temporäres Aufnahmelag er des Deutschen Roten Kreuzes in Dresden. Foto: Sean Gallup (Getty Images)

Es war kurz nach der Wiedervereinigung, als Helmut Kohl 1991 den berühmt gewordenen Satz sagte: «Deutschland ist kein Einwanderungsland.» Die Aussage war schon damals keine Beschreibung der Wirklichkeit, sondern ein Akt der Realitätsverweigerung. Keine Meinung, sondern ein Dekret. Im konservativen Teil Deutschlands gilt das Dogma bis heute. Selbst der Begriff Einwanderung, der nahelegt, dass die Menschen, die da einwandern, auch bleiben, kommt den christlichen Volksparteien nahezu anrüchig vor. Dabei ist Deutschland hinter den USA längst das zweitgrösste Einwanderungsland der entwickelten Welt und dasjenige, in dem mit grossem Abstand am meisten Menschen um Asyl bitten.

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