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Unbekannte werfen scharfe Handgranate auf Flüchtlingsheim

In Baden-Württemberg haben Unbekannte eine Handgranate auf das Gelände eines Asylheims geworfen. Sie detonierte jedoch nicht.

Anschlag auf Asylunterkunft verlief glimpflich: Polizeikräfte sichern den Tatort in Villingen-Schwenningen ab. (29. Januar 2016)
Anschlag auf Asylunterkunft verlief glimpflich: Polizeikräfte sichern den Tatort in Villingen-Schwenningen ab. (29. Januar 2016)
Marc Eich, Keystone

Eine Asylunterkunft in Villingen-Schwenningen wurde Ziel eines Angriffes. Unbekannte haben in der Nacht zum Freitag einen Anschlag mit einer Handgranate auf die ehemalige Kaserne verübt.

Ein Sicherheitsmann hatte die Granate gegen 1.15 Uhr auf dem Boden bemerkt und die Behörden alarmiert. Die Granate wurde von Entschärfern des Landeskriminalamtes kontrolliert gesprengt, wie ein Polizeisprecher mitteilte. 20 Bewohner der Asylunterkunft mussten kurzzeitig ihre Wohnungen verlassen. Sie wurden vorübergehend in freien Wohnungen untergebracht und kehrten nach der Sprengung der Handgranate wieder in ihre Schlafräume zurück.

Mit Sprengstoff gefüllt

Die Polizei Tuttlingen sprach zunächst von einem «verdächtigen Gegenstand» und bestätigte später, dass es sich um eine mit Sprengstoff gefüllte Handgranate handelte. Unklar bleibt zunächst, ob ein Zünder vorhanden war.

Laut Polizei handelte es sich um den ersten derartigen Vorfall in Villingen-Schwenningen. Eine Sonderkommission hat die Ermittlungen übernommen.

Mahnung des Justizministers

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat sich erschüttert über den Anschlag gezeigt. «Das Ausmass der Gewalt ist erschreckend», erklärte er am Freitag in Berlin. «Wir können alle nur dankbar sein, dass dieses Mal niemand verletzt wurde.» Die Täter dürften nicht ungestraft davonkommen. «Sie müssen konsequent ermittelt und bestraft werden», forderte Maas.

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