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127 Verhaftete und 700 Razzien in Tunesien

Seit dem blutigen Anschlag auf ein Hotel am 26. Juni haben die tunesischen Behörden reagiert: Sie nahmen Dutzende mutmassliche Mitglieder extremistischer Gruppen fest.

Sicherheit über alles: Seit dem Terroranschlag von Sousse stehen die tunesischen Behören in Alarmbereitschaft. (11. Juli 2015)
Sicherheit über alles: Seit dem Terroranschlag von Sousse stehen die tunesischen Behören in Alarmbereitschaft. (11. Juli 2015)
Mohamed Messara, Keystone

Nach dem Terroranschlag von Sousse vor gut zwei Wochen haben die Sicherheitskräfte in rund 700 Razzien insgesamt 127 Verdächtige gefasst, teilte der tunesische Minister Kamel Jendoubi heute mit. Wie viele von ihnen direkt in den Anschlag verwickelt waren, sagte er nicht. Vor rund einer Woche hatte Jendoubi die Festnahme von sieben Männern und einer Frau verkündet, die in «direkter Verbindung» zum Angriff stehen sollen.

Am 26. Juni hatte ein tunesischer Student an einem Strand in Port El Kantaoui nahe Sousse 38 Menschen erschossen, darunter 30 Briten und zwei Deutsche. Zu der Tat bekannte sich die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Die britische Regierung rief am Donnerstag ihre Landsleute zur Heimkehr auf. Sie gehe davon aus, «dass ein weiterer terroristischer Angriff hoch wahrscheinlich» sei. Dänemark und Irland schlossen sich inzwischen der Reisewarnung an.

Jendoubi, der für die Kommunikation der Sicherheitsmassnahmen zuständige Minister, bedauerte die Entscheidung. Es gebe keine Hinweise auf einen «unmittelbar drohenden» Anschlag, erklärte er. Nach seinen Angaben wurden 3000 Sicherheitsbeamte zum Schutz der Strände, Hotels und archäologischer Stätten abgestellt. Seine Regierung unternehme alles, um «unser Land, unsere Bürger und alle Ausländer» zu schützen, sagte der Minister. Neben den tunesischen Streitkräften seien dafür «mehr als 100'000 Polizisten, Zivilschützer und Nationalgardisten» im Einsatz.

AFP/fal

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