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30'000 Menschen fliehen innerhalb von 48 Stunden

Die Terrormiliz IS und die Rebellen liefern sich heftige Kämpfe in der Region Aleppo. Human Rights Watch fordert von der Türkei, die Grenzen für Flüchtlinge zu öffnen.

Aus der Heimat vertrieben: Jesidische Frauen in einem Flüchtlingscamp bei Idomeni, Griechenland. (14. April 2016)
Aus der Heimat vertrieben: Jesidische Frauen in einem Flüchtlingscamp bei Idomeni, Griechenland. (14. April 2016)
Keystone

In der nordsyrischen Provinz Aleppo sind nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten Zehntausende Menschen auf der Flucht vor Kämpfen zwischen der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und Rebellen.

Mindestens 30'000 Menschen hätten in den vergangenen 48 Stunden die Flucht ergriffen, teilte die Organisation Human Rights Watch mit. Die Organisation forderte die Türkei auf, die Grenze für die Flüchtlinge zu öffnen. Sie warf den türkischen Grenzschützern vor, auf einige Menschen, die sich der Grenze näherten, geschossen zu haben.

Russische Unterstützung für Assads Truppen

Bereits am Donnerstag hatte es in der Provinz Aleppo heftige Kämpfe gegeben. Regierungstruppen, Rebellen und IS-Kämpfer lieferten sich Gefechte um die Kontrolle einzelner Gebiete.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte hatte am Donnerstag mitgeteilt, die Streitkräfte von Staatschef Bashar al-Assad hätten mit Unterstützung russischer Kampfflugzeuge eine Offensive nördlich der Provinzhauptstadt Aleppo gestartet.

Regierung versucht Aleppos Osten unter Kontrolle zu bringen

Laut der Beobachtungsstelle, deren Angaben von einem Netz aus Informanten stammen und nicht von unabhängiger Seite überprüft werden können, versuchten die Regierungstruppen den von Rebellen kontrollierten Osten von Aleppo zu belagern.

Die Kämpfe stellten eine vor fast sieben Wochen begonnene Feuerpause in Syrien infrage, die von Rebellen und Regierungstruppen weitgehend eingehalten worden war. Der Kampf gegen Jihadisten ist von der Waffenruhe ausgenommen.

(AFP)

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