60 Milliarden kassiert und gut versteckt

Lukratives Amt: Als Jemens Präsident hat Ali Abdullah Saleh mächtig verdient – dank Korruption und Schmiergeldern.

Mit offenen Händen regiert: Ali Abdullah Saleh bei einer Jubiläumsveranstaltung seiner Partei im Jahr 2012.

Mit offenen Händen regiert: Ali Abdullah Saleh bei einer Jubiläumsveranstaltung seiner Partei im Jahr 2012. Bild: Keystone

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Jemens vor drei Jahren aus dem Amt gedrängter früherer Präsident Ali Abdullah Saleh hat sich UNO-Experten zufolge in den 33 Jahren an der Macht um eine Summe von bis zu 60 Milliarden Dollar bereichert.

Seinen enormen Reichtum habe er zum Grossteil der Korruption zu verdanken, weil er für Öl- und Gasverträge von den Konzernen Schmiergeld kassiert habe, schreiben die Experten in einem Bericht, der dem UNO-Sicherheitsrat übergeben wurde.

Rund 30 Jahre älter, rund 60 Milliarden reicher: Anhänger Salehs demonstrieren mit Postern für den ehemaligen Präsidenten. (Quelle: Reuters, 4. November 2014)

Obwohl Saleh im Jahr 2012 die Macht hatte abgeben müssen, verhängte der UNO-Sicherheitsrat erst zwei Jahre später Sanktionen wie die Sperrung von Auslandskonten. «Er hatte reichlich Zeit, die Massnahmen zu umgehen», heisst es in dem Bericht. Saleh habe sein Geld inzwischen auf Konten in mehr als 20 Ländern versteckt.

Die UNO-Experten untersuchen nun seine Kontakte zu Geschäftsleuten, die ihm dabei geholfen haben sollen.

Saleh war 2012 von der internationalen Gemeinschaft fallen gelassen worden, weil er den politischen Übergang in dem arabischen Land blockiert und die schiitischen Huthi-Rebellen unterstützt haben soll. Deren Miliz übernahm inzwischen die Macht im Jemen und stürzte das Land in eine tiefe Krise. (spu/sda)

Erstellt: 25.02.2015, 21:13 Uhr

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