Anschlag auf schwedisches Konsulat in Libyen

Das schwedische Konsulat in der ostlibyschen Stadt Benghazi ist von einer Autobombe schwer beschädigt worden. Der Hintergrund des Attentats ist noch unklar.

Angespannte Sicherheitslage: Das schwedische Konsulat in Benghazi nach dem Anschlag. (11. Oktober 2013)

Angespannte Sicherheitslage: Das schwedische Konsulat in Benghazi nach dem Anschlag. (11. Oktober 2013) Bild: Reuters

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Vor dem schwedischen Konsulat in der libyschen Stadt Benghazi ist eine Autobombe explodiert. Das Gebäude ist dabei schwer beschädigt worden, wie libysche und schwedische Beamte mitteilten. Verletzt wurde demnach niemand.

Der Sprengsatz wurde per Fernsteuerung gezündet, hiess es weiter. Eine Sprecherin des Aussenministeriums in Stockholm bestätigte die Bombenexplosion. Die Fassade und Fenster seien zerstört worden. Weil die diplomatische Vertretung am Freitag geschlossen ist, habe es keine Verletzten gegeben.

Sicherheitsbehörden überfordert

Benghazi war in den vergangenen Monaten häufig Schauplatz von Angriffen auf Staatsbedienstete. Seit dem Bürgerkrieg von 2011 sind die Sicherheitsbehörden überfordert, vielerorts streben schwer bewaffnete Milizen nach der Vorherrschaft.

Erst am Donnerstag hatte es Aufsehen um die Verschleppung des libyschen Ministerpräsidenten Ali Seidan gegeben. Seidan war zwar nach einigen Stunden wieder freigekommen. Die Umstände seiner Entführung blieben jedoch verworren. Beobachter vermuteten einen Racheakt dafür, dass die Regierung den Einsatz einer US-Spezialeinheit gegen den Terrorverdächtigen Abu Anas al-Libi zuliess. (ami/AP)

Erstellt: 11.10.2013, 12:48 Uhr

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