Australien will japanische Walfänger mit Flugzeug überwachen

Am Freitag sind die japansichen Wahlfänger zur Jagd in die Antarktis in See gestochen. Eine Tierschutzorganisation hat angekündigt, ihre Arbeit zu stören. Nun will Australien von der Luft aus für Ordnung sorgen.

Immer wieder kommt es zu Konflikten zwischen Walfängern und Tierschützern: Aktivisten stören die Arbeit der Walfänger.

Immer wieder kommt es zu Konflikten zwischen Walfängern und Tierschützern: Aktivisten stören die Arbeit der Walfänger. Bild: Keystone

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Australien will die japanische Walfangflotte in der Antarktis in diesem Jahr mit einem Flugzeug überwachen. Umweltminister Greg Hunt sagte am Sonntag, ein Airbus A-319 mit Vertretern der australischen Zoll- und Grenzschutzbehörde an Bord solle vor allem Zusammenstösse zwischen japanischen Walfängern und militanten Tierschützern verhindern.

Die Crew solle «die Ereignisse auf hoher See dokumentieren» und sicherstellen, dass es keine «Konflikte» gebe, sagte der Minister. Beide Konfliktparteien sollten sich darüber im Klaren sein, «dass die Welt zuschaut».

In See gestochen

Die japanischen Walfänger war am Freitag zu ihrer diesjährigen Jagd in der Antarktis in See gestochen. Nach Angaben der japanischen Fischereibehörde sollen von Januar bis März bis zu 935 Zwergwale und bis zu 50 Finnwale gefangen werden. Offiziellen Angaben zufolge befinden sich auch Beamte der japanischen Küstenwache an Bord, um die Walfänger vor möglichen Angriffen durch Aktivisten zu schützen.

Die militante Tierschutzorganisation Sea Shepherd hat angekündigt, die Aktivitäten der Walfänger wie in den Vorjahren zu stören. Sea Shepherd hatte die japanischen Walfänger in den vergangenen Jahren immer wieder mit Störaktionen behindert. Die Tierschützer und die Walfänger werfen sich gegenseitig vor, wiederholt die Schiffe der Gegenseite gerammt zu haben. 2010 war ein Boot von Sea Shepherd nach der Kollision mit einem Walfangschiff gesunken. Dieses Jahr hat die Organisation vier Schiffe, einen Hubschrauber, drei unbemannte Drohnen und mehr als 100 Mann Besatzung im Einsatz.

Moratorium in Kraft gesetzt

Die Internationale Walfangkommission (IWC) hatte 1986 ein Moratorium für den kommerziellen Walfang in Kraft gesetzt. Japan nutzt ein Schlupfloch des Abkommens, indem es Wale offiziell zu «wissenschaftlichen Zwecken» jagt. Es macht aber kein Geheimnis daraus, dass das Fleisch der erlegten Meeressäuger in Geschäften und Restaurants angeboten wird und letztlich auf dem Teller landet.

Der Internationale Gerichtshof in Den Haag verhandelt derzeit über eine Klage Australiens gegen das japanische Walfang-Programm. Mit einer Entscheidung wird Anfang 2014 gerechnet. (wid/AFP)

Erstellt: 22.12.2013, 21:39 Uhr

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