Bieler Jihadist nach Kritik am IS exekutiert

Majd N., der ehemalige Gymnasiast aus Biel, der 2011 in den Jihad gezogen war, wurde von den Schergen des IS hingerichtet. Das berichtet die «SonntagsZeitung».

Heiliger Krieg: Mitglieder des IS kennen keine Gnade mit Kritikern. (Archiv)

Heiliger Krieg: Mitglieder des IS kennen keine Gnade mit Kritikern. (Archiv) Bild: Keystone

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Die vierjährige Odyssee über Somalia, Kenia und Jordanien hat im Bürgerkriegsland Syrien ein jähes Ende gefunden. Der 24-jährige Majd und seine – offenbar syrische – Ehefrau hätten nach seiner offen ausgesprochenen Kritik an der Terrormiliz – die Kämpfer seien schlecht organisiert, die Kriegsbeute würde ungerecht verteilt und Muslime bestohlen – abseits der anderen IS-Mitglieder hausen müssen.

Eines Tages hätten Kämpfer das Zelt des Ehepaars gestürmt, drei Kugeln in Majd N.s Füsse geschossen und ihn als «Murtad» beschimpft, einen vom Glauben abgefallenen. Was mit seiner Frau geschehen ist, bleibt unklar. Majd selber habe verwundet drei Tage überlebt, schreibt die «SonntagsZeitung». In dieser Zeit habe er ein letztes Mal mit seiner Mutter telefonieren können. Am dritten Tag ist Majd dann, je nach Quelle, entweder den Verletzungen erlegen oder von einem IS-Kämpfer mit einem Schuss in die Brust getötet worden. (fal)

Erstellt: 27.06.2015, 23:59 Uhr

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