Bombenanschlag auf Präsidentenpalast in Somalia

In der somalischen Hauptstadt Mogadiscio ist es zu einem Anschlag mit mehreren Todesopfern gekommen: Dahinter steht offenbar die islamistische Terror-Organisation Die islamistische Shebab-Miliz.

Bereits kurz nach seiner Wahl 2012 war Somalias Präsident Hassan Sheikh Mohamud knapp einem Attentat entgangen.

Bereits kurz nach seiner Wahl 2012 war Somalias Präsident Hassan Sheikh Mohamud knapp einem Attentat entgangen. Bild: Omar Faruk/Reuters

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Die islamistische Shebab-Miliz in Somalia hat einen Selbstmordanschlag auf den Präsidentschaftspalast verübt. Es habe mehrere Todesopfer gegeben, Präsident Hassan Sheikh Mohammed sei aber unversehrt geblieben, erklärte der UN-Sondergesandte für Somalia, Nicholas Kay. Er twitterte: «Der Präsident hat mich gerade angerufen und gesagt, er sei unverletzt.» Der Angriff der Shebab sei «gescheitert», allerdings seien mehrere Menschen getötet worden.

Zunächst hatte sich ein Extremist in einem Auto vor dem Präsidentensitz in Mogadiscio in die Luft gesprengt. Anschliessend hätten bewaffnete Männer das Gebäude angegriffen, hiess es von Seiten der Polizei. Ein Shebab-Sprecher sagte, mehrere Mitglieder der Gruppe hätten den Palast angegriffen, um die Menschen im Gebäude «festzunehmen oder zu töten». Die Kämpfe dauerten an.

Die Islamisten mit Verbindungen zum Terrornetzwerk al-Qaida hatten erst am 13. Februar einen Anschlag auf einen UN-Konvoi am Flughafen von Mogadiscio verübt, bei dem sechs Menschen getötet worden waren.

Verbindungen zu Al-Qaida

Seit dem Sturz von Machthaber Siad Barre im Jahr 1991 herrscht in Somalia Bürgerkrieg. Eine funktionierende Staatsgewalt im gesamten Land gibt es nicht.

Die islamistische Shebab-Miliz kontrollierte über Jahre weite Teile im Zentrum und Süden des nordostafrikanischen Landes. Die somalische Armee und ihre internationalen Unterstützer vertrieben sie zuletzt aber aus Mogadiscio und den meisten anderen grösseren Städten des Landes.

Die mit dem Al-Qaida-Netzwerk verbundene Gruppe verübt allerdings weiterhin regelmässig Anschläge auf Behörden und Sicherheitskräfte. (sly/sda)

Erstellt: 21.02.2014, 13:37 Uhr

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