Die blutige Spur der al-Qaida

Mit Osama Bin Laden haben die USA ihren Staatsfeind Nummer eins getötet. Der Chef von al-Qaida stellte aber auch für viele andere Staaten eine Bedrohung dar.

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Neben den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA wird das Terrornetzwerk weltweit für viele weitere Gewalttaten verantwortlich gemacht. Im Folgenden ein Überblick über Anschläge, die al-Qaida oder mit ihr verbundenen Gruppen zugeschrieben werden.

1993: Bei einem Sprengstoffanschlag in der Tiefgarage des World Trade Center in New York werden sechs Menschen getötet und rund tausend verletzt.

1996: Ein mit Sprengstoff beladener Lastwagen detoniert am Eingang der US-Basis im saudiarabischen Al-Chobar. 19 US-Bürger sterben, weitere 386 Menschen werden verletzt.

1998: Bei einem Doppelanschlag auf die US-Botschaften in der kenianischen Hauptstadt Nairobi und der tansanischen Hauptstadt Daressalam werden insgesamt 224 Menschen getötet und tausende weitere verletzt.

2000: Im jemenitischen Hafen Aden werden 17 US-Soldaten bei einem Angriff per Schlauchboot auf das US-Kriegsschiff «USS Cole» getötet.

2001: Bei Anschlägen mit entführten Linienmaschinen auf die Türme des World Trade Centers in New York und auf das Pentagon in Washington sowie beim Absturz eines entführten Flugzeugs in Pennsylvania sterben rund 3000 Menschen.

2002: Bei einem Anschlag auf die Synagoge der tunesischen Insel Djerba werden 21 Menschen getötet.

2002: Bei einem Doppelanschlag auf zwei Nachtclubs auf der indonesischen Urlaubsinsel Bali sterben 202 Menschen, unter ihnen mehr als 80 Australier.

2002: Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Hotel im kenianischen Mombasa sterben 18 Menschen, unter ihnen drei israelische Touristen. Fast zeitgleich verfehlen zwei Raketen ein mit 261 Menschen besetztes israelisches Charterflugzeug, das von Mombasa aus startet.

2003: Bei einem Serienanschlag auf Wohngebiete von westlichen Ausländern in der saudiarabischen Hauptstadt Riad sterben 35 Menschen, 194 werden verletzt.

2003: Bei einer Anschlagsserie in Casablanca werden 45 Menschen getötet. Die an fünf Orten in der marokkanischen Stadt gezündeten Sprengsätze richten sich gegen überwiegend von Juden und westlichen Ausländern besuchte Einrichtungen.

2003: Bei einer Serie von Selbstmordanschlägen werden in Istanbul 62 Menschen getötet. Ziele sind neben zwei Synagogen und dem Konsulat der britischen Regierung eine Filiale der britischen Grossbank HSBC.

2004: Bei Anschlägen auf vier Pendlerzüge in Madrid sterben 191 Menschen, fast 2000 werden verletzt.

2004: Bei einem Anschlag auf die australische Botschaft in der indonesischen Hauptstadt Jakarta sterben neun Menschen, 182 werden verletzt.

2005: Bei einer Anschlagsserie in U-Bahnen und Bussen der britischen Hauptstadt London reissen vier Selbstmordattentäter 52 Menschen mit in den Tod. Mindestens 150 Menschen werden teils schwer verletzt.

2005: Bei einer Anschlagsserie im ägyptischen Badeort Scharm el Scheich sterben 68 Menschen, unter ihnen auch westliche Touristen.

2006: Bei einem Dreifach-Anschlag im ägyptischen Urlaubsort Dahab werden 20 Menschen getötet.

2007: Bei zwei Anschlägen in der algerischen Hauptstadt Algier sterben 41 Menschen. Einer der Anschläge wird nahe des Sitzes des Uno-Flüchtlingshilfswerks UNHCR verübt, 17 Uno-Mitarbeiter sterben.

2008: Bei einem Selbstmordanschlag auf das Marriott- Hotel in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad werden 60 Menschen getötet.

2009: Auf dem Flug von Amsterdam nach Detroit versucht der Nigerianer Umar Faruk Abdulmutallab, an seinem Körper befestigten Sprengstoff zu zünden. Er verletzt sich aber dabei selbst und wird von Insassen der Maschine überwältigt.

2010: Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Trauerprozession in einer Schiitenregion im Norden des Jemen werden 23 Menschen getötet. (miw/sda)

Erstellt: 02.05.2011, 15:29 Uhr

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