Drei britische Schwestern bringen dem IS neun Kinder

Drei Frauen und ihre 3- bis 15-jährigen Kinder sind von einer Pilgerreise nach Saudiarabien nicht zurückgekehrt. Ermittlungen zeigen, dass sie auf dem Weg nach Syrien sind.

Ein Bekannter der drei Schwestern kämpft für den Islamischen Staat: Jihadist mit einer IS-Flagge. (Archivbild)

Ein Bekannter der drei Schwestern kämpft für den Islamischen Staat: Jihadist mit einer IS-Flagge. (Archivbild) Bild: Keystone

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Drei britische Schwestern und ihre neun Kinder könnten sich in Syrien Jihadisten angeschlossen haben. Die aus dem nordenglischen Bradford stammenden Schwestern seien nicht wie geplant am Donnerstag von einer Pilgerreise ins saudiarabische Medina zurückgekehrt.

Erste Ermittlungen hätten ergeben, dass mindestens zehn Personen der Gruppe stattdessen am Dienstag vergangener Woche von Medina nach Istanbul geflogen seien, sagte der Anwalt ihrer Angehörigen, Balaal Khan, am Montag. Der Weg über die Türkei ist eine häufig genutzte Route, um ins Bürgerkriegsland Syrien zu gelangen.

Väter sind «verzweifelt»

Khan sagte, es sei bekannt, dass ein Verwandter der 34, 33 und 30 Jahre alten Schwestern in Syrien für den Islamischen Staat (IS) oder eine andere Extremistengruppe kämpfe. Nun werde befürchtet, dass sich die Schwestern ihm angeschlossen haben könnten.

Die Väter der Kinder im Alter zwischen drei und 15 Jahren seien «verzweifelt, sie fühlen sich hilflos und wissen nicht, was sie tun sollen», sagte der Anwalt. «Sie sind besorgt, dass das Leben ihrer Kinder in Gefahr ist.»

Die britische Polizei leitete Ermittlungen ein. Ein Sprecher des britischen Aussenministeriums erklärte, das Aussenamt stehe im Kontakt mit den Ermittlern und den türkischen Behörden. Im April hatten die türkischen Behörden eine britische Familie festgenommen, die sich in Syrien dem IS anschliessen wollte. (chk/sda)

Erstellt: 16.06.2015, 04:06 Uhr

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