Einstiges IS-Gebiet auf vier Quadratkilometer geschrumpft

In der letzten IS-Bastion Syriens werden hochrangige Kommandanten der Terrormiliz vermutet.

Die letzte IS-Bastion besteht nach SDF-Angaben nur noch aus einer Handvoll Weiler im Tal des Euphrat. Ein Fahrzeug des US-Militärs vor dem umkämpften Ort Baghus im Osten Syriens. (26. Januar 2019) Bild: Delil Souleiman/AFP

Die letzte IS-Bastion besteht nach SDF-Angaben nur noch aus einer Handvoll Weiler im Tal des Euphrat. Ein Fahrzeug des US-Militärs vor dem umkämpften Ort Baghus im Osten Syriens. (26. Januar 2019) Bild: Delil Souleiman/AFP

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Das einst grosse Teile Syriens und des Irak umfassende «Kalifat» der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ist nach Angaben der kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) auf einen vier Quadratkilometer grossen Flecken im Osten Syriens zusammengeschrumpft.

Unter den Kämpfern, die diesen verteidigten, seien «einige hochrangige IS-Anführer», sagte SDF-Kommandant Heval Roni der Nachrichtenagentur AFP am Montag. Von IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi «haben wir nichts gehört», fügte er hinzu.

Die militärisch von den USA unterstützten SDF-Truppen wüssten «nicht genau wer» sich im Rest-«Kalifat» befinde, gab Roni zu. Es handle sich aber wohl hauptsächlich um Kommandanten aus dem Irak. Es wird davon ausgegangen, das IS-Anführer al-Bagdadi noch am Leben ist. Im Mai hatte ein irakischer Geheimdienstvertreter erklärt, der meistgesuchte Mann der Welt halte sich auf syrischem Gebiet nahe der Grenze zum Irak auf.

SDF-Angriff kurz vor Abschluss

Die SDF-Truppen sind kurz davor, den vor vier Monaten begonnenen Angriff auf die letzte IS-Bastion abzuschliessen. Diese bestehe nurmehr aus einer Handvoll Weiler im Tal des Euphrat, sagte SDF-Kommandant Roni. «Geografisch gesehen sind nur noch vier Quadratkilometer zwischen Baghus und der syrischen Grenze unter IS-Kontrolle.»

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden seit Beginn der Offensive am 10. September mehr als 1200 Jihadisten und rund halb so viele SDF-Kämpfer getötet. Mehr als 400 Zivilisten seien gestorben, die meisten von ihnen bei Luftangriffen der US-geführten Koalition.

(sda)

Erstellt: 28.01.2019, 18:21 Uhr

Artikel zum Thema

Putin und Erdogan wollen in Syrien enger zusammenarbeiten

Russlands Staatschef und der türkische Präsident wollen ihr Vorgehen im Bürgerkriegsland Syrien nach eigenen Angaben stärker koordinieren. Mehr...

Israel greift Ziele in Syrien an

Nach einem Raketenangriff auf die Golanhöhen schlägt die israelische Luftwaffe besonders hart zu. Hauptziele im Nachbarland sind iranische Kräfte. Mehr...

US-Militär beginnt mit dem Abzug aus Syrien

Donald Trumps umstrittene Massnahme wird jetzt umgesetzt: Die US-Koalition hat einen ersten Teil ihrer Ausrüstung aus Syrien abgezogen. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Wettbewerb

Gewinnen Sie dieses E-Bike

Nehmen Sie am SBB Wettbewerb «Freizeit und Reisen» teil und mit etwas Glück gewinnen Sie ein E-Bike der Marke FLYER im Wert von 1990 Franken.

Kommentare

Blogs

Tingler Alles auf Zeit
History Reloaded Der Zwingli des Islam

Service

Ihre Spasskarte

Mit Ihrer Carte Blanche von diversen Vergünstigungen profitieren.

Die Welt in Bildern

Wiederspiegelt die Gesellschaft: Ein Fahrradfahrer fährt im Lodhi Art District von Neu Dehli an einem Wandbild vorbei. (24. März 2019)
(Bild: Sajjad HUSSAIN) Mehr...