Im Persischen Golf steigt das Risiko der Eskalation

Nach dem Angriff auf die Freiheit der Seefahrt muss eine entschlossene internationale Reaktion erfolgen. Am besten durch den UNO-Sicherheitsrat.

Pulverfass Nahost: Ein iranisches Löschboot bekämpft den Brand auf einem Öltanker. Foto: Reuters

Pulverfass Nahost: Ein iranisches Löschboot bekämpft den Brand auf einem Öltanker. Foto: Reuters

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Ein Öltanker brennt im Golf von Oman, und vermutlich ist erneut ein Angriff der Grund dafür. Damit steigt das Risiko, dass bald der ganze Persische Golf in Flammen aufgeht und die strategisch wichtige Strasse von Hormus zum Schauplatz eines neuen Tankerkrieges wird. Klar ist nur eines: Angriffe auf die Freiheit der Seefahrt und die Sicherheit von Handelsschiffen erfordern eine entschlossene internationale Reaktion.

Zunächst sollte diese in einer gründlichen, internationalen Untersuchung bestehen, denn es sind eine ganze Reihe von Motiven und Akteuren denkbar, die hinter solchen Attacken stehen können: terroristische Gruppen, Agents Provocateurs von Geheimdiensten, die iranischen Revolutionsgarden. Aussenminister Sarif orakelt von Provokationen, zugleich aber droht er sibyllinisch, wer den Wirtschaftskrieg der USA gegen Iran unterstütze, könne keine Sicherheit für sich erwarten.

Der UN-Sicherheitsrat wäre der richtige Platz, ein starkes Signal zu setzen, auch weil ein steiler Anstieg der Ölpreise weltweit Turbulenzen verursachen würde. Die Hoffnung, dass er ausgerechnet hier zur Handlungsfähigkeit zurückfindet, ist allerdings gering. Auch denkbar wäre es, international Geleitschutz oder verstärkte Patrouillen zu organisieren, ein Modell, das sich bei der Bekämpfung der Piraterie bewährt hat.

Erstellt: 14.06.2019, 09:21 Uhr

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