Iran wohl nicht in Montreux dabei

Man werde keine Einladung zur Syrien-Konferenz Ende Januar akzeptieren, die nicht Irans Würde respektiere. Bisher hatten die USA eine Teilnahme der Islamischen Republik ausgeschlossen.

Will respektiert werden: Irans Präsident Hassan Rohani. (Archivbild)

Will respektiert werden: Irans Präsident Hassan Rohani. (Archivbild) Bild: Reuters

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Der Iran hat US-Andeutungen zurückgewiesen, das Land könne sich indirekt an den Syrien-Friedensgesprächen beteiligen. Die Islamische Republik werde keinen Vorschlag zu den Genfer Verhandlungen akzeptieren, der seine Würde nicht respektiere.

Das sagte eine Sprecherin des Aussenministeriums im staatlichen Fernsehen. US-Aussenminister John Kerry hatte am Wochenende erstmals erklärt, der Iran könne auch ohne formelle Teilnahme eine bedeutende Rolle bei den im Laufe des Monats geplanten Syrien-Friedensgesprächen spielen.

Bislang hatten die USA und Teile der syrischen Opposition eine Beteiligung des Irans an der Konferenz in Montreux und Genf abgelehnt. Dagegen hat sich die UNO für eine Teilnahme des Irans ausgesprochen.

Der Iran ist bisher nicht zu der Syrien-Friedenskonferenz am 22. Januar in Montreux eingeladen. Das Land fehle auf einer Liste von Teilnehmern, die im Dezember zwischen der UNO, Russland und den USA abgestimmt worden war, sagte ein UNO-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa. UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon habe die Einladungen verschickt.

Ban und der internationale Syrien-Sonderbeauftragte Lakhdar Brahimi seien jedoch weiterhin der Meinung, dass der Iran in die Friedensverhandlungen eingebunden werden müsse.

Der Iran ist neben Russland einer der letzten Verbündeten des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Der Aufstand gegen ihn ist inzwischen zu einem Bürgerkrieg ausgewachsen, bei dem mehr als 100'000 Menschen getötet und Millionen vertrieben wurden. (ajk/sda)

Erstellt: 06.01.2014, 23:08 Uhr

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