Islamischer Staat schafft sein eigenes Geld

Die Terrorgruppe IS macht mit einer eigenen Währung einen weiteren Schritt in Richtung Staatlichkeit. Anführer al-Bagdadi wolle damit das «tyrannische Geldsystem» ändern.

Damit soll man in Zukunft im IS bezahlen können: Eine Illustration einer silbernen Dinar-Münze.

Damit soll man in Zukunft im IS bezahlen können: Eine Illustration einer silbernen Dinar-Münze. Bild: //justpaste.it/hysz

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Die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat arbeitet offenbar an einer eigenen Währung. Ihr Anführer Abu Bakr al-Bagdadi habe angeordnet, mit der Prägung von Münzen zu beginnen, berichtete eine der Extremistengruppe nahestehende Webseite am Donnerstagabend. Mit dem Schritt solle «das tyrannische Geldsystem» geändert werden, das westliche Wirtschaften zum Vorbild habe, die «Muslime versklavten», hiess es.

Die neue Währung soll Islamischer Dinar heissen. Die Anordnung Al-Bagdadis sei vom Schura-Rat, einem beratenden Gremium des Islamischen Staats, genehmigt worden, hiess es.

Vorlagen für eine bronzene und goldene Dinar-Münze. (Bild: //justpaste.it/hysz)

Der IS hatte in diesem Jahr weite Teile im Irak und in Syrien eingenommen und anschliessend ein Kalifat in den von ihm kontrollierten Gebieten ausgerufen. Die Terrormiliz will auch seine strenge Auslegung des islamischen Rechts, der Scharia, durchsetzen. (jym/sda)

Erstellt: 14.11.2014, 16:16 Uhr

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