Israel reisst Häuser in illegaler Siedlung ab

Bulldozer der israelischen Armee haben im grössten illegalen jüdischen Aussenposten im Westjordanland drei Gebäude niedergerissen. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen mit Siedlern.

Bereit zum Abriss: Polizisten halten einen renitenten Siedler fest.

Bereit zum Abriss: Polizisten halten einen renitenten Siedler fest.

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In einer grossen illegalen jüdischen Siedlung im Westjordanland haben die israelischen Behörden in der Nacht auf heute drei Häuser abgerissen. Die Bewohner der betroffenen Häuser in Migron in der Nähe von Ramallah seien zuvor in Sicherheit gebracht worden.

Sechs Siedler, die Widerstand gegen die Beamten leisteten, seien vorübergehend festgenommen worden, sagte eine Polizeisprecherin heute. Der Abriss der drei Häuser war im Juni von Verteidigungsminister Ehud Barak angeordnet und nun durch einen Gerichtsbeschluss veranlasst worden.

Ohne Genehmigung erbaut

Die komplette Siedlung muss nach einem Urteil des Obersten israelischen Gerichtshofs bis zum Frühjahr nächsten Jahres geräumt werden. Sie wurde vor zehn Jahren ohne Genehmigung auf palästinensischem Boden erbaut.

2009 lebten dort rund 250 Menschen. Israel hatte das Westjordanland im Zuge des Sechs-Tage-Kriegs 1967 besetzt. Mehr als 300'000 Israelis leben dort in Siedlungen, die nach Ansicht der internationalen Gemeinschaft illegal sind. (ami/sda)

Erstellt: 05.09.2011, 08:33 Uhr

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