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Kamikaze-Frauen – bereit für Gaza zu sterben

CNN hatte die seltene Gelegenheit, ein Camp zu besuchen, in dem Palästinenserinnen für den Kampf gegen Israel üben. Diese Frauen sind auch zu Selbstmordanschlägen entschlossen.

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Zwischen Dünen irgendwo im Gazastreifen trainiert eine Gruppe militanter Palästinenser - mit bedeckten Gesichtern und geladenen Waffen. Wiederholt schreien sie «Allahu Akbar» («Gott ist gross»), bevor sie Maschinengewehrsalven abfeuern. Diese Palästinenser üben für den Kampf gegen den ewigen Erzfeind, Israel. Sie sind nicht nur bereit, Bomben zu werfen, sondern auch, sich in die Luft zu sprengen. Zur Gruppe, die an einem geheimen Ort für den Ernstfall probt, gehören auch ein paar Frauen. Diese Frauen werden zu Selbstmordattentäterinnen ausgebildet.

Zu sehen sind diese Szenen in einer kürzlich ausgestrahlten Reportage von CNN. Eine Reporterin des amerikanischen TV-Senders hatte die seltene Gelegenheit, palästinensische Kamikaze-Frauen zu treffen und mit fünf von ihnen zu sprechen. «Ich bin bereit, als Selbstmordattentäterin gegen israelische Soldaten zum Einsatz zu kommen», sagt eine Frau, die fast vollständig verschleiert ist und nur gerade ihre Augen zeigt. Mit Überzeugung äussert sie die Ansicht, dass Attentate mit dem Koran vereinbar sind. «Auf dem Weg des Propheten ist gekämpft worden.»

Kampfbereit aus Liebe zu den Kindern

Eine andere Frau, die mit Handgranaten bewaffnet ist, sagt, dass es bald einen neuen Krieg gegen Israel geben werde. «Und an diesem Krieg will ich teilnehmen.» Eine weitere militante Palästinenserin erklärt, dass sie aus Liebe zu ihren Kindern zum Kampf gegen Israel bereit sei. Ihre Kinder, die in der Nacht das Bett nässen aus Angst vor israelischen Luftangriffen, «sollen ein glückliches Leben haben. Das ist das Recht aller Kinder.»

Zur Gruppe der Kamikaze-Frauen gehören 20- bis 50-Jährige. Angeblich sind immer mehr Palästinenserinnen bereit, gegen Israel zu kämpfen. Die älteste Selbstmordattentäterin war eine 64-jährige Frau, die vor vier Jahren im Gazastreifen zwei israelische Soldaten verletzte, als sie sich in die Luft sprengte.

Erster Anschlag einer Frau vor acht Jahren

Die palästinensischen Selbstmordattentäterinnen wollen Rache für die Leiden ihres Volkes üben. Der erste weibliche Kamikaze, die 28-jährige Wafa Idris, die sich im Jahr 2002 in einer Diskothek in Jerusalem in die Luft sprengte, war ledig und arbeitete als Krankenschwester in einem palästinensischen Flüchtlingslager. Jeden Tag sah sie mit an, wie Israelis mit palästinensischen Kindern umgingen und konnte sich nicht damit abfinden.

Erstellt: 05.01.2011, 11:05 Uhr

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