Libyscher General in Benghazi ermordet

Während des Aufstands in Libyen war General Mohammed Hadia einer der ersten Militärs gewesen, der Muammar Ghadhafi den Rücken zukehrte. Nun wurde er in Benghazi vor einer Moschee erschossen.

Wird immer wieder von Anschlägen und Gewaltakten erschüttert: Die Stadt Benghazi.


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Ein hoher libyscher Offizier ist nach Informationen der libyschen Nachrichtenagentur Solidarity Press am Freitag in der einstigen Rebellenhochburg Benghazi ermordet worden. General Mohammed Hadia sei beim Verlassen der Moschee von Unbekannten aus einem Auto heraus erschossen worden, die Angreifer seien entkommen.

Hadia sei im Auftrag des Verteidigungsministeriums zuständig gewesen für die Bewaffnung der libyschen Streitkräfte, unter anderem auch in Benghazi, wie die Agentur weiter berichtete. Der Armeeangehörige war im vorigen Jahr als einer der ersten Offiziere des später entmachteten und getöteten Staatschefs Muammar al-Ghadhafi zu den Regimegegnern übergelaufen.

Regelmässige Anschläge

In der ostlibyschen Region um Benghazi - der Wiege der libyschen Revolution - kommt es seit dem Umsturz vor einem Jahr immer wieder zu Gewalttaten und Anschlägen. Hintergrund ist, dass oppositionelle Gruppen mehr Autonomie für den Osten des Landes fordern.

Insgesamt geht es in Libyen politisch jedoch voran. In der Nacht zum Freitag wurde der frühere Dissident Mohammed al-Megarif zum Präsidenten des Nationalkongresses gewählt. Dieses am 7. Juli frei gewählte Parlament hatte tags zuvor die Macht vom Nationalen Übergangsrat übernommen und soll den Übergang zu einer stabilen Demokratie gestalten. (kpn/sda)

Erstellt: 11.08.2012, 06:57 Uhr

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