Ägypten

Polizei erschiesst führenden Kopf des ägyptischen IS-Ablegers

Als die Ermittler den Mann in Kairo festnehmen wollten, kam es zu einem Schusswechsel. Der Getötete soll für mehrere Anschläge verantwortlich sein.

Erfolgreicher Schlag gegen den IS: Ägyptische Sicherheitskräfte bewachen Ambulanzautos in Kairo. (31. Oktober 2015)

Erfolgreicher Schlag gegen den IS: Ägyptische Sicherheitskräfte bewachen Ambulanzautos in Kairo. (31. Oktober 2015) Bild: Keystone

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Die ägyptische Polizei hat einen führenden Kämpfer der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) erschossen. Er soll unter anderem hinter der Entführung und Ermordung eines Kroaten im vergangenen August gestanden haben.

Wie das ägyptische Innenministerium mitteilte, wurde Ashraf Ali Ali Hassanein al-Gharabli bei einem Feuergefecht mit der Polizei in Kairo getötet. Hassanein war demnach einer der führenden Köpfe des ägyptischen IS-Ablegers, der sich zum Absturz der russischen Passagiermaschine Ende Oktober über dem Sinai bekannt hatte.

Verwicklung in Absturz unklar

Neben der Entführung und Enthauptung des Kroaten Tomislav Salopek macht die Polizei Hassanein für einen Bombenanschlag auf das italienische Konsulat in Kairo im Juli 2014 sowie für den Tod eines US-Bürgers im selben Jahr verantwortlich.

Die Ermittler hätten ihn in Kairo ausfindig gemacht, erklärte das Innenministerium. Beim Versuch, ihn festzunehmen, sei er aber in einem Auto bis zu einem Vorort geflohen und nach einem Schussgefecht mit der Polizei erschossen worden.

Ob Hassanein auch in den mutmasslichen Anschlag auf die russische Passagiermaschine verwickelt war, ist unklar. Laut einem Vertreter der Polizei gehörte er einer radikalislamischen Gruppierung an, die vor allem in Kairo aktiv war, bevor sie sich im November 2014 dem IS-Ableger Provinz Sinai anschloss. (rre/sda)

Erstellt: 09.11.2015, 17:20 Uhr

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