Rebellen vergewaltigen und töten in kongolesischen Dörfern

Bei Angriffen auf zwei Dörfer im Osten der Demokratischen Republik Kongo wurden mindestens 21 Menschen getötet – darunter Frauen und Kinder. Hinter dem Massaker sollen muslimische Rebellen stecken.

Sind im Kongo immer wieder für brutale Attacken verantwortlich: Rebellen auf ihrem Streifzug. (Archivbild)

Sind im Kongo immer wieder für brutale Attacken verantwortlich: Rebellen auf ihrem Streifzug. (Archivbild) Bild: Keystone

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Bei einem besonders blutigen Angriff auf zwei Dörfer im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind mindestens 21 Menschen getötet worden, darunter Frauen und Kinder. Das jüngste Opfer sei offenbar nur wenige Monate alt gewesen, teilte die UNO-Mission MONUSCO am Montag mit.

Demnach ereignete sich die «extrem brutale» Attacke, deren Urheber nicht genannt wurden, am Freitag und Samstag vergangener Woche in den Orten Musuku und Mwenda in der Provinz Nord-Kivu.

Drei minderjährige Mädchen seien vergewaltigt und danach enthauptet worden, hiess es in der Erklärung weiter. Ein totes Kind sei verstümmelt in einem Baum gefunden worden. MONUSCO-Chef Martin Kobler äusserte sich entsetzt. Diese «Gräueltaten» würden nicht unbestraft bleiben, erklärte der Deutsche.

Die Dachorganisation Zivilgesellschaft in Nord-Kivu, zu der Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften und Verbände gehören, machte die muslimische Rebellengruppe ADF-Nalu aus Uganda für das Massaker verantwortlich. Sie rief die kongolesische Armee und die UNO-Mission auf, gegen die Gruppe vorzugehen.

Das an Bodenschätzen reiche Länderdreieck mit Uganda und Ruanda ist seit gut 20 Jahren Hauptschauplatz der nicht enden wollenden Gewalt in der Demokratischen Republik Kongo. (chk/sda)

Erstellt: 17.12.2013, 05:07 Uhr

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