Regierung dementiert: Mandela nicht im Wachkoma

«Madiba bleibt in einem kritischen, aber stabilen Zustand», erklärte die Regierung Südafrikas. Sie widersprach damit Medienberichten, wonach sich der südafrikanische Volksheld in einem «vegetativen Zustand» befinde.

«In kritischem, aber stabilen Zustand»: Nelson Mandela. (Archivbild)

«In kritischem, aber stabilen Zustand»: Nelson Mandela. (Archivbild) Bild: Reuters

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Die südafrikanische Regierung hat Berichten widersprochen, wonach der todkranke frühere Präsident Nelson Mandela sich in einem «dauerhaften vegetativen Zustand» befindet.

«Madiba bleibt in einem kritischen, aber stabilen Zustand», erklärte die Regierung in der Nacht zum Freitag unter Verwendung von Mandelas Clannamen. Die Ärzte hätten dementiert, dass der frühere Präsident in einem vegetativen Zustand – einem Wachkoma – sei.

Familie will Leiden Mandelas nicht verlängern

Die Nachrichtenagentur AFP hatte zuvor berichtet, dass ein Anwalt der Familie Mandela in einem ihr vorliegenden gerichtlichen Dokument vom 26. Juni erklärt habe, der 94-Jährige befinde sich in einem «dauerhaften vegetativen Zustand» und werde künstlich beatmet.

Die Ärzte hätten der Familie geraten, die lebenserhaltenden Massnahmen abzuschalten, hiess es darin weiter. Die Familie Mandelas erwäge diese Option, um die Leiden des 94-Jährigen nicht unnötig zu verlängern.

Drei Kinder exhumiert

Die Angehörigen des Friedensnobelpreisträgers hatten das Dokument zum Zustand Mandelas am 26. Juni vor Gericht in Mthatha vorgelegt, wo über die Umbettung von drei verstorbenen Kindern Mandelas entschieden wurde.

Am Donnerstag wurden die sterblichen Überreste wieder in dessen Heimatdorf Qunu beigesetzt. Ein Gericht hatte die Rückverlegung angeordnet, nachdem der älteste Enkel Mandelas, Mandla, gegen den Willen der übrigen Familie die sterblichen Überreste aus Qunu in sein Heimatdorf Mvezo hatte umbetten lassen. (chk/sda)

Erstellt: 05.07.2013, 02:47 Uhr

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