Russland beginnt mit Abzug der Truppen aus Syrien

Moskau zieht einen Teil der Militäreinheiten aus dem Krisengebiet zurück. Den Start macht ein Flugzeugträger.

«Truppenstärke wird reduziert»: Der Flugzeugträger «Admiral Kusnetzow». (Archivbild)

«Truppenstärke wird reduziert»: Der Flugzeugträger «Admiral Kusnetzow». (Archivbild) Bild: Keystone

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Russland hat gemäss Generalstabschef Waleri Gerassimow mit dem Abzug von Militäreinheiten aus Syrien begonnen. Als erste sollen der Flugzeugträger «Admiral Kusnetzow», der Raketenkreuzer «Peter der Grosse» sowie mehrere Begleitschiffe die Region verlassen.

Die Nachrichtenagentur Tass zitierte Gerassimow am Freitag mit den Worten: «Entsprechend der Entscheidung des Oberbefehlshabers der Streitkräfte der Russischen Föderation, Wladimir Putin, beginnt das Verteidigungsministerium damit, die Truppenstärke in Syrien zu reduzieren.»

Als erstes werde der im Mittelmeer operierende Flottenverband des Flugzeugträgers «Admiral Kusnetzow» abgezogen. Putin hatte die Truppenreduzierung im Zusammenhang mit der Vereinbarung einer Waffenruhe im Dezember angekündigt. Russland ist der engste Verbündete des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.

Kampf ums Wasser

Unterdessen setzte die syrische Armee trotz Feuerpause ihre Offensive zur Rückeroberung eines Tals bei Damaskus voran, um Rebellen die Kontrolle über wichtige Süsswasserquellen zu entreissen. Bewohner und Rebellen berichteten von verstärktem Beschuss

Ein Angebot der Regierung, das Gebiet zu verlassen und in die von Rebellen gehaltene Provinz Idlib abzuziehen, lehnten die Aufständischen ab.

Wasserpreise verdreifacht

Im Tal am nordwestlichen Rand von Damaskus liegen die Ain al-Fidscha Quellen. 70 Prozent des in der Hauptstadt benötigten Wassers stammt normalerweise von dort. Doch seit die Pumpenanlage beschädigt wurde, leidet die Millionenmetropole unter einer massiven Knappheit.

Die Regierung wirft den Rebellen zudem vor, die Quellen mit Diesel verunreinigt zu haben. Die Preise für Wasser in Flaschen haben sich nach Angaben von Bewohnern inzwischen verdreifacht. (woz/sda)

Erstellt: 06.01.2017, 11:41 Uhr

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