Russland schliesst Terroranschlag nicht mehr aus

Die russische Regierung hat erstmals einen Anschlag als mögliche Absturzursache des russischen Passagierflugzeugs in Ägypten bezeichnet.

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Die Möglichkeit eines «Terroranschlags» könne nicht ausgeschlossen werden, sagte Ministerpräsident Dmitri Medwedew in einem Interview der «Rossiskaja Gazeta». Die Maschine der russischen Fluggesellschaft Metrojet war am 31. Oktober nach dem Start in Sharm al-Sheikh abgestürzt, keiner der 224 Insassen überlebte.

Grossbritannien und die USA sowie internationale Ermittler äusserten bereits früher den Verdacht, dass eine Bombe an Bord der Maschine den Ferienflieger zum Absturz brachte. Dagegen verwahrten sich zunächst die ägyptischen Behörden, denen zufolge erst sämtliche Ermittlungsergebnisse abgewartet werden müssen. Mittlerweile gehen aber auch sie von einem Anschlag aus. «Wir sind zu 90 Prozent sicher, dass es eine Bombe war», sagte ein Mitglied des Ermittlerteams am Sonntag der Nachrichtenagentur Reuters.

Bisher zweifelte auch Russland. Allerdings ordnete der russische Präsident Wladimir Putin auf Empfehlung des Inlandsgeheimdienstes FSB die Aussetzung aller Flüge von Russland nach Ägypten an. Der ägyptische Ableger der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hatte erneut erklärt, er habe die Maschine zum Absturz gebracht.

(rre/AFP)

Erstellt: 09.11.2015, 19:12 Uhr

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