Türkische Luftwaffe bombardiert PKK-Ziele

F-16-Kampfjets hätten Bomben auf Stellungen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) abgeworfen, heisst es aus Sicherheitskreisen. Der Konflikt droht zu eskalieren.

Typen-gleiche Maschinen waren an den Angriffen beteiligt: Kampfjets F-16 der türkischen Luftwaffe. (Archivbild)

Typen-gleiche Maschinen waren an den Angriffen beteiligt: Kampfjets F-16 der türkischen Luftwaffe. (Archivbild) Bild: Reuters

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Die türkische Luftwaffe hat Stellungen kurdischer Rebellen im Südosten des Landes angegriffen. Das verlautete am Dienstag aus Sicherheitskreisen. F-16-Kampfjets hätten am späten Montagabend Bomben auf Stellungen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) abgeworfen. Eine offizielle Bestätigung des Angriffs gibt es bislang nicht.

Zuvor hatte die türkische Zeitung «Hürriyet» über Luftangriffe berichtet. Sie seien am Sonntag geflogen worden, nachdem PKK-Rebellen drei Tage lang einen Militärposten in der Nähe der Grenze zum Irak angegriffen hätten, schrieb die Zeitung am Dienstag auf ihrer Internetseite. Es sei der erste grössere Einsatz dieser Art gegen die PKK seit Beginn eines Friedensprozesses vor zwei Jahren gewesen. Er habe grossen Schaden verursacht.

Öcalans Drohung

Die Beziehungen zwischen der PKK und der türkischen Regierung hatten sich in den vergangenen Wochen massiv verschlechtert. Grund ist die Belagerung der von Kurden bewohnten Stadt Kobane im Norden Syriens an der Grenze zur Türkei durch die radikale Miliz Islamischer Staat (IS).

Die Kurden werfen der Türkei unter anderem vor, trotz eines drohenden Massakers nicht einzugreifen, weil die Kämpfer in Kobane Verbindungen zur PKK haben sollen. Die Türkei lehnt einen militärischen Alleingang ab. Sie fordert eine international abgestimmte Strategie zur Bekämpfung des IS, der grosse Teile Syriens und des benachbarten Irak unter seine Kontrolle gebracht hat.

Der inhaftierte PKK-Führer Abdullah Öcalan hatte unlängst mit einem Abbruch des Friedensprozesses gedroht, sollte Kobane von der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) erobert werden. In den vergangenen Tagen gab es in der Türkei teils gewaltsame Demonstrationen von Kurden. (cpm/AFP/AP)

Erstellt: 14.10.2014, 09:41 Uhr

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