Zwischen Israel und Gaza fliegen wieder die Raketen

Israelische Panzer erwiderten einen Raketenangriff aus dem Gazastreifen. Verletzt wurde niemand.

«Katastrophale» humanitäre Lage nach dem 50-tägigen Krieg: Zerbombte Häuser in Gaza-City. (Archivbild)

«Katastrophale» humanitäre Lage nach dem 50-tägigen Krieg: Zerbombte Häuser in Gaza-City. (Archivbild) Bild: Keystone

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Als Reaktion auf Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen haben israelische Panzer mehrmals auf die im Norden des Küstengebiets gelegene Stadt Beit Hanun gefeuert. Verletzte gebe es nicht, sagte Aschraf al-Kidra, Sprecher des Gesundheitsministeriums in Gaza.

In palästinensischen Sicherheitskreisen hiess es, mehrere Explosionen seien am Donnerstag im nördlichen Gazastreifen zu hören gewesen. Schäden gab es nicht.

Eine Sprecherin der israelischen Armee hatte zuvor im Radio gesagt, dass aus der Region eine Rakete auf den Süden Israels abgefeuert worden sei. Auch dabei gab es weder Schäden noch Verletzte. In Gemeinden nahe der Grenze zum Gazastreifen erklangen Alarmsirenen.

Ein hochrangiger Vertreter der im Gazastreifen herrschenden radikal-islamischen Hamas teilte mit, seine Bewegung habe keine Kenntnis von abgefeuerten Raketen. Die palästinensischen Gruppen stünden hinter der Waffenruhe mit Israel, schrieb Ismail Radwan in einer E-Mail.

Israel und die Palästinenser hatten im Sommer 2014 einen 50-tägigen Krieg geführt, an dessen Ende eine unbefristete Waffenruhe vereinbart worden war. Seitdem gab es vereinzelte Raketen- und Mörserangriffe auf den Süden Israels. Als Antwort auf eine solche Attacke flog Israels Armee im Dezember einen Angriff auf eine Hamas-Ausbildungsstätte.

Während des Krieges wurden in dem abgeschotteten Küstenstreifen am Mittelmeer dem UNO-Palästinenserhilfswerk UNRWA zufolge 96'000 Häuser zerstört oder beschädigt. Mehr als 2100 Palästinenser und mehr als 70 Israelis starben während des Konflikts. UNRWA-Direktor Robert Turner beschrieb die humanitäre Lage im Gazastreifen am Donnerstag als «katastrophal». Die Menschen stünden vor einer Hungersnot, hiess es in einer Mitteilung. (chk/sda)

Erstellt: 24.04.2015, 03:57 Uhr

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