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Abbas entschuldigt sich für antisemitische Äusserungen

Nach heftiger Kritik: Der Palästinenserpräsident hat sich für seine Äusserungen über Juden entschuldigt.

Sorgte für weltweite Empörung: Palästinenserpräsident Mahmud Abbas.
Sorgte für weltweite Empörung: Palästinenserpräsident Mahmud Abbas.
Chris Wattie, Reuters

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat sich für seine jüngsten Äusserungen über Juden entschuldigt. Er verurteile den Holocaust und «Antisemitismus in all' seinen Formen», erklärte Abbas am Freitag in Ramallah.

Am Montagabend hatte er in einer Rede vor dem Palästinensischen Nationalrat nahegelegt, dass die Beziehungen der Juden zum Bankwesen mit der jahrhundertelangen Judenfeindlichkeit und somit auch der Ermordung von sechs Millionen Juden durch die Nationalsozialisten zu tun habe.

Wenn seine Äusserungen Menschen beleidigt hätten, «speziell Menschen jüdischen Glaubens, entschuldige ich mich bei ihnen», hiess es einer von Abbas veröffentlichten Mitteilung. Der 82-Jährige hatte unter anderem behauptet, dass es «Judenfeindlichkeit nicht wegen ihrer Religion, sondern eher wegen ihrer sozialen Funktion» gebe, und fügte hinzu, es sei an dieser Stelle «deren soziale Funktion im Zusammenhang mit Banken und Zinsen» gemeint.

Die Äusserungen hatten weltweit für Empörung gesorgt. Neben Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu protestierten auch die USA, Deutschland, die EU und die UNO gegen die Aussagen des Palästinenserpräsidenten.

Unabhängig von der internationalen Verurteilung wurde Abbas am Freitag als Vorsitzender des Exekutivkomitees der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) wiedergewählt. Der Nationalrat in Ramallah bestätigte ihn einstimmig im Amt.

AFP/ij

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