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Ägypten sperrt Youtube für einen Monat

Wegen des Schmähfilms «Unschuld der Muslime» hat ein ägyptisches Gericht eine einmonatige Youtube-Sperre angeordnet. Betroffen sind auch andere Internetseiten, die den Film veröffentlicht haben.

Unbändigende Wut auf die Macher des Schmähfilms: Demonstranten in Kairo. (15. September 2012)
Unbändigende Wut auf die Macher des Schmähfilms: Demonstranten in Kairo. (15. September 2012)
Keystone

In Ägypten soll die Internetplattform Youtube einen Monat lang gesperrt werden, weil einige Inhalte den Islam beleidigten. Das ordnete ein Verwaltungsgericht heute in Kairo an. Das Gericht bezog sich unter anderem auf den umstrittenen Film «Unschuld der Muslime».

Dieser verunglimpft den Propheten Mohammed als Frauenheld, Homosexuellen und Päderasten. Versehen ist das Video mit dem Hinweis, dass der Inhalt von der Youtube-Community als potenziell beleidigend oder unangemessen eingestuft wurde.

Das nun verhängte Verbot soll auch für andere Internetseiten gelten, die den Film veröffentlicht haben. Das Gericht folgte der Argumentation eines Anwalts, der gegen den Beschluss der Regierung klagte, die Seite nicht zu sperren.

Einen Krieg gegen den Islam provozieren

Er argumentierte, der Zweck des Films sei, das Bild des Propheten zu verzerren und einen Krieg gegen den Islam zu provozieren. Zuvor hatte ein ägyptisches Gericht sieben Verantwortliche für das Video in Abwesenheit zum Tode verurteilt.

Der Film war im Sommer 2011 in der Nähe von Los Angeles gedreht worden. Im Internet veröffentlichte Ausschnitte lösten im vergangenen September massive Proteste in der islamischen Welt aus. Dabei gab es mehrere Tote.

SDA/rbi

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