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Ägyptens Islamisten bauen Vorsprung aus

Die islamistischen Parteien in Ägypten liegen auch in der zweiten Runde der Parlamentswahl weit vorne. Insbesondere die Muslimbruderschaft konnte noch einmal zulegen, gefolgt von den radikalen Salafisten.

Noch steht eine dritte Runde bevor: Eine Frau im ägyptischen Giza an der Wahlurne.
Noch steht eine dritte Runde bevor: Eine Frau im ägyptischen Giza an der Wahlurne.
Keystone

In der zweiten Runde der Parlamentswahl in Ägypten haben die islamistischen Parteien ihren Vorsprung gefestigt. Sie errangen fast 70 Prozent der bislang bestimmten Mandate, wie die Wahlkommission am Samstag in Kairo mitteilte. Die zweite Wahlrunde wurde am 14. und 15. Dezember in neun Provinzen abgehalten. Die Beteiligung lag laut dem Leiter der Wahlkommission, Abdel Moes Ibrahim, bei 65 Prozent. Die Muslimbruderschaft erzielte nach eigenen Angaben etwa 86 der 180 in der Wahlrunde zu vergebenden Sitze, die salafistische Partei Al Nur etwa 20 Prozent der Stimmen. Die dritte Wahlrunde ist für den 3. und 4. Januar vorgesehen.

In Ägypten werden die 498 Parlaments-Mandate nach einem komplizierten Wahlverfahren mit einer Mischung aus Mehrheits- und Listenwahlrecht vergeben. Zwei Drittel der Parlamentarier werden über Parteien- und Koalitionslisten gewählt, ein Drittel sind Direktkandidaten.

Mindestens die Hälfte der Abgeordneten müssen Arbeiter oder Bauern sein. Schon nach dem ersten Wahlgang zeichnete sich eine deutliche Mehrheit für Muslimbrüder und Salafisten ab. Die genauen Ergebnisse werden erst nach dem dritten Wahlgang bekanntgegeben, der am 3. Januar in den noch ausstehenden Provinzen beginnen soll. Es sind die ersten freien Wahlen in Ägypten seit dem Sturz von Präsident Hosni Mubarak im Februar.

SDA/jak

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