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Ägyptische Fussball-Chefs treten zurück

Ägypten kommt nicht zur Ruhe: Bei Protesten gegen den Militärrat sind bisher mindestens zwölf Menschen getötet worden. Die gesamte Spitze des Fussballverbandes tritt zurück.

kpn/ami/bru/kle
Gehen gegen Medienvertreter vor: Polizisten verhaften einen Pressefotografen. (5. Februar 2012)
Gehen gegen Medienvertreter vor: Polizisten verhaften einen Pressefotografen. (5. Februar 2012)
AFP
Mehr als tausend Verletzte: Ein Demonstrant steht in Kairo der Polizei gegenüber. (3. Februar 2012)
Mehr als tausend Verletzte: Ein Demonstrant steht in Kairo der Polizei gegenüber. (3. Februar 2012)
AFP
Wut auf den Militärrat: Demonstranten liefern sich auch am Abend Strassenschlachten mit den Sicherheitskräften. (3. Februar 2012)
Wut auf den Militärrat: Demonstranten liefern sich auch am Abend Strassenschlachten mit den Sicherheitskräften. (3. Februar 2012)
AFP
Eskalation in den Strassen Kairos: Ein Demonstrant steht vor einer brennenden Barrikade. (3. Februar 2012)
Eskalation in den Strassen Kairos: Ein Demonstrant steht vor einer brennenden Barrikade. (3. Februar 2012)
AFP
Demonstranten versuchen in ein Gebäude nahe des Innenministeriums in Kairo einzudringen. (3. Februar 2012)
Demonstranten versuchen in ein Gebäude nahe des Innenministeriums in Kairo einzudringen. (3. Februar 2012)
Reuters
Schutz vor dem Tränengas: Ein Demonstrant in Kairo. (3. Februar 2012)
Schutz vor dem Tränengas: Ein Demonstrant in Kairo. (3. Februar 2012)
AFP
Chaos in der Innenstadt: In Kairo sind bereits wieder ganze Strassenzüge verwüstet. (3. Februar 2012)
Chaos in der Innenstadt: In Kairo sind bereits wieder ganze Strassenzüge verwüstet. (3. Februar 2012)
Reuters
Chaos in Kairo: Ein verwundeter Demonstrant wird in Sicherheit gebracht. (3. Februar 2012)
Chaos in Kairo: Ein verwundeter Demonstrant wird in Sicherheit gebracht. (3. Februar 2012)
AP
Andere sind besser gewappnet: Demonstrant in der Nähe des Innenministeriums. (3. Februar 2012)
Andere sind besser gewappnet: Demonstrant in der Nähe des Innenministeriums. (3. Februar 2012)
AP
Die Polizei habe Order zur Zurückhaltung bekommen, verlautet aus Sicherheitskreisen: Szene beim Innenministerium. (3. Februar 2012)
Die Polizei habe Order zur Zurückhaltung bekommen, verlautet aus Sicherheitskreisen: Szene beim Innenministerium. (3. Februar 2012)
Reuters
Manchmal müssen sie auch rennen: Demonstranten bringen sich in Sicherheit. (3. Februar 2012)
Manchmal müssen sie auch rennen: Demonstranten bringen sich in Sicherheit. (3. Februar 2012)
AFP
Polizei unter Beschuss: Den Sicherheitskräften wird die Schuld an der Fussball-Tragödie in Port Said gegeben. (3. Februar 2012)
Polizei unter Beschuss: Den Sicherheitskräften wird die Schuld an der Fussball-Tragödie in Port Said gegeben. (3. Februar 2012)
AP
Die Proteste dauerten die ganze Nacht an: Männer tragen einen Verwundeten durch die Menge. (2. Februar 2012)
Die Proteste dauerten die ganze Nacht an: Männer tragen einen Verwundeten durch die Menge. (2. Februar 2012)
AFP
Die Rache der Ultras: Die Hardcore-Fussballfans kämpften an vorderster Front gegen das Regime von Hosni Mubarak...
Die Rache der Ultras: Die Hardcore-Fussballfans kämpften an vorderster Front gegen das Regime von Hosni Mubarak...
AFP
...jetzt hat sie der seit einem Jahr regierende Militärrat gegen sich aufgebracht: Ein Demonstrant geht in Deckung. (2. Februar 2012)
...jetzt hat sie der seit einem Jahr regierende Militärrat gegen sich aufgebracht: Ein Demonstrant geht in Deckung. (2. Februar 2012)
AFP
Die Polizei greift durch: Ein Demonstrant watet durch eine Schwade von Tränengas. (2. Februar 2012)
Die Polizei greift durch: Ein Demonstrant watet durch eine Schwade von Tränengas. (2. Februar 2012)
AFP
Erneut regiert die Gewalt: Aktivisten und Sicherheitskräfte geraten aneinander. (2. Februar 2012)
Erneut regiert die Gewalt: Aktivisten und Sicherheitskräfte geraten aneinander. (2. Februar 2012)
Keystone
Die Situation eskaliert: Demonstranten Stürmen Barrikaden. (2. Februar 2012)
Die Situation eskaliert: Demonstranten Stürmen Barrikaden. (2. Februar 2012)
Keystone
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Nach den Stadionausschreitungen in Port Said ist heute die gesamte Spitze des ägyptischen Fussballverbands (EFA) zurückgetreten. Ministerpräsident Kamal el-Gansuri hatte den Vorstand bereits am Donnerstag entlassen.

Der Weltfussballverband (Fifa) lehnt jedoch jegliche Einmischung von Regierungsseite in seine Belange ab. EFA-Präsident Samir Saher wurde Berichten zufolge untersagt, das Land zu verlassen, damit er im Zuge der Ermittlungen vernommen werden kann.

In der Erklärung der EFA heute hiess es, Saher und der Vorstand würden «geschlossen zurücktreten». Die Fifa dürfte das Rücktrittsgesuch annehmen.

Mindestens zwölf Tote

Bei den jüngsten Protesten gegen den regierenden Militärrat in mehreren Städten in Ägypten sind mindestens zwölf Menschen getötet worden. Dies berichtete das Staatsfernsehen heute unter Berufung auf das Gesundheitsministerium.

Tausende Menschen hatten am Freitag den Rücktritt des Militärrats gefordert, der überwiegend aus langjährigen Gefolgsleuten des vor einem Jahr gestürzten Machthabers Hosni Mubaraks besteht.

Auslöser war das Blutbad in einem ägyptischen Fussballstadion am Mittwoch, bei dem mindestens 71 Menschen getötet wurden. Viele Menschen werfen den Sicherheitskräften vor, dort absichtlich untätig gewesen zu sein.

Auf dem Kairoer Tahrir-Platz versammelten sich auch heute wieder Hunderte Demonstranten. Viele forderten eine Reform der Polizeikräfte, andere aber auch gleich die Hinrichtung der Mitglieder des Militärrats. In der Nähe des Innenministeriums gab es erneut Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei.

Aufruf zur Einigkeit

Bei den Protesten am Freitag wurden alleine fünf Menschen in der Stadt Suez erschossen, wie ein Polizeisprecher erklärte. Dort hatten Sicherheitskräfte auf tausende Demonstranten geschossen, die sich vor dem Polizeihauptquartier versammelt hatten.

Insgesamt sieben Tote gab es am Freitag auch bei den Protesten in Kairo vor dem Innenministerium, wie am Samstag bekannt wurde.

Der regierende Militärrat veröffentlichte am späten Freitagabend eine Stellungnahme, in der er die Ägypter zur Einigkeit aufrief und die gegenwärtige Situation als «gefährlichste und wichtigste Phase in der ägyptischen Geschichte» bezeichnete.

(AFP/sda/dapd)

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