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Ai Weiwei verklagt Finanzbeamte

Nach seiner dreimonatigen Haft im letzten Jahr wurde der chinesische Künstler zu einer heftigen Strafzahlung verdonnert. Nun dreht Ai Weiwei den Spiess um und verklagt die zuständigen Finanzbeamten.

Vorwürfe gegen den Staat: Ai Weiwei auf dem Weg zum Steueramt am 16. November 2011.
Vorwürfe gegen den Staat: Ai Weiwei auf dem Weg zum Steueramt am 16. November 2011.
Keystone

Der chinesische Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei hat wegen der gegen ihn verhängten Strafzahlungen Pekinger Finanzbeamte verklagt. Ai erklärte, er habe die Klage am Freitag bei Gericht eingereicht. Die Beamten hätten im Umgang mit Zeugen, Beweismaterial und Bankkonten seiner Firma Fehler gemacht.

Das Gericht will seinen Angaben zufolge in einer Woche über die Annahme der Klage entscheiden. Laut dem Anwalt legten die Behörden bislang keine Originaldokumente als Belege vor. Der Dissident wurde zudem bei einer Anhörung nicht zugelassen.

Der international anerkannte Konzeptkünstler war im vergangenen Jahr drei Monate lang inhaftiert. Nach seiner Freilassung forderten die Behörden, dass seine Design-Firma 15 Millionen Yuan (2,3 Millionen Franken) an ausstehenden Steuern und Strafe zahlt. Ai betrachtet das Verfahren als politisch motiviert. Seine Unterstützer vermuten hinter der Anklage einen Versuch, ihn mundtot zu machen.

SDA/jak

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