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Airlines fürchten russische Raketen

Russische Marschflugkörper über dem Kaspischen Meer, dem Iran und dem Irak verunsichern die Fluggesellschaften. Die Luftfahrtsicherheit wird aktiv.

Russland greift mit Raketen vom U-Boot Rostow am Don in den Konflikt in Syrien ein. (9. Dezember 2015)
Russland greift mit Raketen vom U-Boot Rostow am Don in den Konflikt in Syrien ein. (9. Dezember 2015)
AFP
Das U-Boot Rostow am Don wurde ins Mittelmeer verlegt. (Archivbild)
Das U-Boot Rostow am Don wurde ins Mittelmeer verlegt. (Archivbild)
Anatoly Maltsev, Keystone
Zerstörung in Talbiseh nach einem russischen Luftangriff. (30. September 2015)
Zerstörung in Talbiseh nach einem russischen Luftangriff. (30. September 2015)
Syrischer Zivilschutz, Keystone
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Internationale Luftfahrt-Organisationen und Fluggesellschaften sind wegen des Einsatzes russischer Marschflugkörper im Syrien-Konflikt alarmiert. Die Europäische Agentur für Luftfahrtsicherheit (EASA) veröffentlicht eine Sicherheitsinformation für Fluggesellschaften.

Sie betrifft den Luftraum über dem Kaspischen Meer, dem Iran und dem Irak, wie die Zeitung «Die Welt» am Montag berichtete. Dort verlaufen einige der vielbeflogenen Routen von Europa in den Mittleren Osten und in den Süden Asiens.

Situation kann sich ständig ändern

Die EASA spreche in ihrem Hinweis noch keine speziellen Empfehlungen für die Fluggesellschaften aus, berichtet das Blatt. Sie werde jedoch den Sicherheitshinweis entsprechend ergänzen, wenn sie weitere Informationen zu der Situation in der betroffenen Region erhalte. Die Situation in der Region könne sich jeden Moment ändern, sagte ein EASA-Sprecher der «Welt».

Air France hatte dem Bericht zufolge auf Empfehlung ihrer eigenen Sicherheitsdirektion hin am Samstag spezielle Vorkehrungen für den Überflug des Iran und des Kaspischen Meeres getroffen. Aus Sicherheitsgründen habe die französische Fluggesellschaft jedoch keine weiteren Einzelheiten nennen wollen.

Air France hält Pufferzone ein

Derzeit fliege Air France nicht über den Jemen, die Ostukraine, Syrien, den Irak und Libyen, teilte die Airline der Zeitung mit. Die Sicherheitsabteilung habe zudem angeordnet, dass eine Pufferzone zwischen der vom Überflug verbotenen Zone und der Flugroute eingehalten werden müsse.

Nach aktueller Erkenntnis bestehe keine Erfordernis, auf alternative Routen auszuweichen, sagte eine Sprecherin von Lufthansa der «Welt». Aber grundsätzlich sei die Lage «volatil». Deshalb stehe Lufthansa in ständigem Austausch mit den deutschen und europäischen Flugsicherheitsbehörden, um reagieren zu können, falls die Lage dies erforderlich mache.

SDA/chk

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